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Gräber mahnen zum Frieden

Ahaus Der November ist der Monat des Gedenkens - der Nähe zu den Verstorbenen. Dass dies insbesondere auch für die vielen Opfer der beiden Weltkriege gilt, ist ein Anliegen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Ab dem kommenden Montag werden wieder Ahauser Schülerinnen und Schüler ausschwärmen und an den Haustüren um Unterstützung des Vereins bitten, der sich international um angemessene Grabstätten und ein würdiges Gedenken der Kriegstoten kümmert.

In diesem Jahr sind es Schüler der Anne-Frank-Realschule, des Alexander-Hegius-Gymnasiums und der Droste-Hülshoff-Hauptschule Alstätte, die von Haus zu Haus gehen und dafür eigens mit Sammlerausweisen ausgestattet worden sind.

Beschimpfungen

Und das hat seinen Grund: "Nicht immer treffen die Schülerinnen und Schüler auf Verständnis. Manchmal müssen sie sich sogar üble Beschimpfungen anhören, was ihre Aufgabe zusätzlich erschwert", weiß Bruno Wolf, stellvertretender Kreisvorsitzender des Volksbunds, der seit vielen Jahren dessen Anliegen vertritt, zu berichten. Oftmals fänden die Sammler jedoch auch die Anerkennung der Menschen, die sie aufsuchten.

Seit 1925 besteht der Volksbund als ziviler, eingetragenen Verein, in dem jeder Bürger Mitglied werden kann. Und seit jeher stellen sich Jugendliche wie die Ahauser Schüler in den Dienst der Sache und helfen mit, Gräber anzulegen, zu pflegen und zu reparieren.

Auch auf den Ahauser Friedhöfen finden sich zahlreiche Kriegsgräber - nicht nur gefallener Soldaten, sondern auch von zivilen Opfern, derer jetzt an Allerheiligen/Allerseelen gedacht wird. Übrigens: Seit 1807 ist der Friedhof, auf dem die Ahauser Kriegsgräberstätte liegt, in Betrieb - also seit genau 200 Jahren. mel

Bürgermeister Felix Büter als Ortsvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruft die Bürger dazu auf, die Sammelaktion zu unterstützen. www.volksbund.de

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