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Globale Wirtschaft im Blick

Ahaus Mit den Herbstgesprächen im Fürstensaal des Schlosses setzten die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) und der AIW-Unternehmensverband die Tradition der informativen Veranstaltungen zu Themen aus Wirtschaft, Industrie und Politik fort.

Globale Wirtschaft im Blick

<p>Konrad Handschuch entführte heimische Unternehmer in die Welt der globalen Hotspots und Megametropolen. Meisel-Kemper</p>

Konrad Handschuch aus Düsseldorf, Diplom-Volkswirt und als Journalist stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und Politik der "Wirtschaftswoche", war bei diesem Herbstgespräch als Gast eingeladen worden. Er äußerte sich zu den "Globalen Hotspots. Wie Mega-Metropolen unsere Welt verändern".

Handschuch beobachtet als Journalist seit über 30 Jahren die globale Entwicklung. Seine eigenen Erkenntnisse und die des amerikanischen Fachmanns Richard Florida verschweißt er zu einer Einheit, die in viele Kernaussagen mündet.

Der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sei in vollem Gange. Das Nutzen von Wissen und das Erbringen von Leistung ist per Internet und weltweiten Datenbahnen unabhängig vom Ort.

Dennoch leben in 2007 weltweit erstmals mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Karten von Nordamerika/Mexiko, Asien und Europa zeigten die Ballungsräume auf dieser globalen Entwicklung.

"Vor China brauchen wir nach dieser Erhebung nur halb soviel Angst zu haben", milderte er das öffentliche Urteil ab. "Aus globaler Sicht ist Old-Europe längst ein zusammenhängender Wirtschaftsraum", erklärte Handschuch.

Florida habe sich um die Frage bemüht, wie die "kreative Klasse" in die Regionen einzubinden sei. Unter der "kreativen Klasse" versteht Florida die 150 Millionen Menschen, die außerhalb ihrer Heimat leben. Silicon Valley sei nur deshalb so erfolgreich, weil dort viele Menschen aus sehr unterschiedlichen Ländern auf hohem Niveau tolerant zusammenarbeiteten.

Die drei T?s sind für Florida sehr wichtig: Talent, Technologie und Toleranz. Gerade an letzterem mangele es in den etablierten Industrieländern. Toleranz sei das Wichtigste überhaupt, nicht nur gegenüber Ausländern, sondern auch gegenüber Homosexuellen. Neueste Erhebungen zeigten, dass gerade Letztere zu der höchst kreativen, mobilen Klasse der Zukunft zählten.

Kein Rezept

In der anschließenden Gesprächsrunde, geleitet von den Geschäftsführern Harald Genge (AIW) und Hans-Bernd Felken (IHK), wurde deutlich, dass der Referent mangels konkreter Kenntnisse kein Rezept für das Münsterland in der Tasche hatte. "Ich bin Journalist und kein Wirtschaftsfachmann", wehrte er charmant und glaubhaft diverse Anfragen ab. Dennoch nahmen die rund 100 Unternehmer viele anregende Gedanken in den Alltag ihrer Geschäftswelt mit nach Hause. emk

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