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Europa in Theorie und Praxis

Ahaus/Brüssel Der widerspenstigen Zwillinge Zähmung konnte Kanzlerin Merkel am Samstagmorgen um kurz vor fünf in Brüssel verkünden. Das war für die Ahauser und Haaksbergener Ratsmitglieder keine Überraschung: Exakt diesen Zeitpunkt hatte ihnen Prof. Ralf van Ameln bereits am Freitagmorgen prognostiziert.

Während Angela Merkel und die 26 anderen Regierungschefs der Europäischen Union auf dem Gipfel in Brüssel um eine Einigung rangen, erkundeten die Ratsmitglieder der Partnerstädte die europäischen Institutionen in der belgischen Hauptstadt. Der Vortrag des früheren Bocholter Stadtdirektors Ralf van Ameln (Foto) war dabei zweifellos einer der Höhepunkte. Ralf van Ameln, der heute als externer Sprecher die EU-Kommission vertritt, plauderte leidenschaftlich und humorvoll aus dem Nähkästchen der europäischen Politik, die sich in 95 000 Vertragsseiten als Grundlage der EU niedergeschlagen hat. Darunter auch manch' schlechter Kompromiss, wie van Ameln einräumte. «Aber schlechte Kompromisse sind mir allemal lieber als gute Kriege.»

Zum Auftakt ihres Brüsselbesuches hatten die Ahauser und Haaksbergener am Donnerstag das Europäische Parlament besucht, wo 785 Abgeordnete fast eine halbe Milliarde Europäer aus 27 Mitgliedsstaaten vertreten.

Nach dem Besuch der Europäischen Kommission und weiteren Vorträgen über Regionalförderung standen am Freitag Stadtführungen auf dem Programm. Dabei hatten Reiseleiterin Irma Grefte (Foto) vom Deutschland- und Europapolistischen Bildungswerk und die Stadtführer weniger das touristische Brüssel, sondern vielmehr soziale und städtebauliche Aspekte der Metropole in den Mittelpunkt gerückt.

Am Samstag endete die zehnte partnerschaftliche Bildungsreise seit 1987 mit einem Besuch des Nato-Hauptquartiers in Brunssum. Von dort aus wird die ISAF-Operation in Afghanistan geführt. Oberst Klaus Bücklein schilderte eindringlich, dass die Nato mindestens noch zehn Jahre in Afghanistan gebraucht werde. Dabei müsse die Politik mit offenen Karten spielen: Es handele sich um einen militärischen Einsatz, der auch Opfer unter den Soldaten fordere. Die hohe Zahl der zivilen Opfer dürfe aber nicht weiter hingenommen werden. Gleichzeitig betonte Bücklein, dass die Befriedung des Landes «nur zu 25 Prozent eine militärische Frage ist - 75 Prozent sind Politik und Hilfe». gro

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