Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Weitere Atommüll-Transporte nach Ahaus drohen

Einlagerung von radioaktivem Müll kann verlangt werden

Ahaus Bis zum Sommer 2020 ist die Genehmigung für die Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll im Zwischenlager in Ahaus gültig. Welchen Sinn macht es dann noch, Atommüll aus Gorleben – wie derzeit geplant – nach Ahaus zu bringen? Eine von vielen Fragen, mit der sich die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ aktuell beschäftigt.

Einlagerung von radioaktivem Müll kann verlangt werden

Im Zwischenlager in Ahaus ist noch Platz für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll.

Alle Ein- und Auslagerungen solcher Stoffe sind von Seiten der Bezirksregierung Münster zustimmungspflichtig. Mit Schreiben vom 2. Februar dieses Jahres hat die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung als Betreiber des Zwischenlagers beantragt, Atommüll aus dem Abfalllager Gorleben nach Ahaus zu transportieren. Dazu Sigrun Rittrich, Pressesprecherin der Bezirksregierung, in einer schriftlichen Stellungnahme: „Der Antrag befindet sich zurzeit in Prüfung.“ Es geht um die beabsichtigte Einlagerung von mehreren hundert Fässern mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Allerdings kann die Zustimmung der Bezirksregierung zur Einlagerung vom Zwischenlager-Betreiber verlangt werden. Das ist dann der Fall, wenn die zum Transport geplanten Abfallchargen dem in der Genehmigung vorgegebenen Rahmen entsprechen. Sigrun Rittrich erklärt: „Es handelt sich um ein bloßes Nutzen einer bestehenden Genehmigung.“

Atomrechtliche Prüfung

Nicht nur diesen Antrag prüft die Bezirksregierung. Auch den Antrag auf unbefristete Genehmigung zur Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in Ahaus, den die BGZ gestellt hat. Laut Sigrun Rittrich werden dazu Sachverständigengutachten eingeholt und es wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. „Das Verfahren umfasst auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit einem Erörterungstermin, soweit nach atomrechtlicher Prüfung die Fortführung der Einlagerung möglich ist.“ Dieser Termin könnte voraussichtlich Mitte 2019 stattfinden. Nach derzeitiger Planung werde die Bezirksregierung Münster bis Ende 2019 über den Antrag entscheiden können.

Dass eine Einlagerung von Stoffen im Jahr 2019 als Vorwegnahme einer möglichen Verlängerungsentscheidung zu verstehen ist, das sieht die Bezirksregierung nicht. „Durch die Zustimmung zu einer Einlagerung ergibt sich keine Festlegung im laufenden Genehmigungsverfahren, insbesondere ergibt sich keinerlei Verpflichtung, das Zwischenlager über die derzeit laufende Genehmigung hinaus weiter zu genehmigen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ahaus Die Papiersack GmbH mit 40 Beschäftigten schreibt seit längerer Zeit Verluste. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Michels prüft jetzt die Optionen.mehr...