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29-Jähriger randaliert im Treppenhaus

Ahaus Als Polizisten vor gut eineinhalb Jahren zu einem Einsatz am Bernsmannskamp gerufen wurden, hieß das Einsatzstichwort «Randalierer». Der gestern auf diese Aktion folgende Gerichtstermin vor dem Landgericht Münster stand dann aber eher unter dem Motto «Viel Lärm um Nichts».

Der Reihe nach: Auf der Anklagebank saß ein 29-jähriger Arbeitsloser, der vor seiner Wohnung «randaliert» haben soll. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, einen Bekannten, der ihn zur Rede stellen wollte, zurück ins Treppenhaus geschubst zu haben. Auf das wilde Klingeln und Klopfen des wütenden Manns soll er dann nochmals die Tür geöffnet und dem «Störenfried» gegen Brust und Bauch getreten haben. Folge: blaue Flecken. Auslöser: SMS mit wüsten Bedrohungen.

Vom Amtsgericht kassierte der Angeklagte dafür im September vergangenen Jahres eine viermonatige Haftstrafe - ohne Bewährung. Begründung: Zahlreiche zuvor verhängte Bewährungsstrafen hätten bei ihm offenbar keine Wirkung erzielt. Weil der Angeklagte gegen das Urteil Berufung einlegte, kam es gestern erneut zum Gerichtstermin. Er habe sich seinerzeit im Grunde nur gewehrt, der Bekannte habe ihn ja damals quasi überfallen und die Tür eingeschlagen, so der 29-Jährige gestern. Weil auch mit Hilfe von Zeugen das genaue Geschehen nicht mehr rekonstruiert werden konnte, stand am Ende des Tages eine Verfahrenseinstellung gegen eine Geldbuße von 200 Euro.

Nächster Gerichtstermin

Wie bekannt wurde, sitzt der Angeklagte kommende Woche in anderer Sache aber schon wieder auf der Anklagebank. Vorwurf hier: abermals Körperverletzung. Befragt nach seinem Ziel sagte er: «Ist doch klar, Freispruch.» wvb

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