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Ahauser erneut wegen Kinderpornos vor Gericht

35-Jähriger zieht Antrag auf Berufung zurück

Ahaus/Münster Da der Richter am Landgericht Münster die Geschichte vom „Reiz des Verbotenen“ der Kinderpornografie nicht glaubte, zog ein 35-jähriger Ahauser seinen Antrag auf Berufung zurück.

 35-Jähriger zieht Antrag auf Berufung zurück

Sechs DVDs, voll mit komprimierten, also verkleinerten und verdichteten Dateien, lagen dem Richter vor. „Sonst hätten sie nicht alle da drauf gepasst“, sagte der Jurist am Landgericht Münster und ergänzte: „Solch eine Menge dieser Dinge habe ich noch nicht in einem Fall erlebt.“

Gemeinsam mit zwei Schöffen verhandelte er am Dienstag den Fall eines 35-Jährigen, den das Amtsgericht Ahaus wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischer Schriften zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt hatte. Der Ahauser strengte nun die Aussetzung der Strafe zur Bewährung an. Schon zwei Mal zuvor, in den Jahren 2008 und in 2011, war der Mann gerichtlich belangt worden – einmal wegen Verbreitung und einmal wegen Besitzes solch krimineller Inhalte. Beide Male waren mehrmonatige Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt worden.

Bewährung gefährdet

Der Richter machte dem 35-Jährigen am Dienstag klar, dass „eine dritte Strafe wegen derselben Sache“ nicht noch einmal zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Und dafür spräche auch nicht viel. Zwar habe der Angeklagte gegenüber der Polizei und in der Verhandlung die Vorwürfe zugegeben. Er habe aber behauptet, kinderpornografische Darstellungen würden ihn „nicht reizen, sondern bloß der Reiz des Verbotenen“. „Sie sind schon zwei Mal mit demselben Mist verurteilt worden. Dass Ihnen die Bilder nichts bedeuten, glaubt Ihnen wahrscheinlich kein Mensch“, sagte der Richter weiter.

Der Ahauser hatte pädophile Fotos und Videos aus dem Internet herunter geladen und selbst wiederum auf einschlägigen Seiten hochgeladen. Einen Hinweis auf den Mann hatte das Bundeskriminalamt von einer Non-Profit-Organisation aus den USA bekommen, der wiederum ein Hinweis von einem Internet-Provider in den Staaten vorlag. Dann unternahm die Polizei eine Wohnungsdurchsuchung bei dem verheirateten Bauarbeiter.

Urteil rechtskräftig

Als der Richter am Dienstag erklärte, dass er in einer Urteilsbegründung für jede Datei eine Beschreibung abliefern müsse, was darauf genau zu sehen sei und in dem Fall die Polizei beauftragen werde, alle Dateien im Gerichtssaal vorzuführen, nahm der Ahauser seinen Antrag auf Berufung zurück. Das Urteil des Amtsgerichtes ist damit rechtskräftig.

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