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Zukünftiger Münch­ner erlebt „fünf wunderschöne Jahre“

Goretzkas Schalke-Abschied in Würde

Leon Goretzka empfindet große Erleichterung nach der feststehenden Schalker Champions-League-Qualifikation und will das am Samstag mit den Fans feiern.

GELSENKIRCHEN

, 09.05.2018
Zukünftiger Münch­ner erlebt „fünf wunderschöne Jahre“

Ist mit sich im Reinen: Leon Goretzka. © dpa

Er werde sich bis zum letzten Spieltag für den FC Schalke 04 zerreißen, versprach Leon Goretzka, nachdem er seinen Wechsel zum FC Bayern München bekannt gegeben hatte. Was im Profifußball oft wie eine Floskel klingt, trifft auf den Nationalspieler nicht zu.

„Ich kann es kaum in Worte fassen“

Auch nach der geglückten Champions-League-Qualifikation lässt Goretzka im Training keinen Millimeter die Zügel schleifen. Was am Dienstag zu beobachten war. Beim Sprinttraining lief der Nationalspieler nicht nur immer vorneweg, sondern er verausgabte sich auch so, dass er nach der Einheit für eine Viertelstunde nicht ansprechbar war.

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Goretzka ist mit sich im Reinen. Die Vizemeisterschaft und noch mehr die Qualifikation für die Königsklasse haben den 22-Jährigen eine riesige Last von den schmalen Schultern genommen. „Ich kann es kaum in Worte fassen, wie wichtig es für mich ist, mit Schalke die Qualifikation für die Champions League erreicht zu haben. Es war mehr ein Traum beim Saisonstart, ehe es zum Ziel und dann Realität wurde“, gab Goretzka tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt.

Nicht beleidigt, sondern selbstkritisch

Die war nach Bekanntgabe seines Wechsels etwas aus den Fugen geraten, weil viele Fans sauer auf den Schalker Leistungsträger waren und ihn beschimpften und auspfiffen. Schalke-Boss Clemens Tönnies goss mit Äußerungen wie „Es könnte sein, dass Leon bis zum Saisonende auf der Tribüne sitzt“ zusätzliches Öl ins Feuer. Goretzka reagierte jedoch nicht beleidigt, sondern selbstkritisch und stellte sich ohne Wenn und Aber in den Dienst der Mannschaft. Das verschaffte ihm Respekt im Team und bei den Fans.

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Der Mittelfeldspieler räumte ein, dass einige Bundesligateam einen besseren Kader als Schalke hätten, „aber dass wir es geschafft haben, macht die Sache umso größer“, so Goretzka, der sich am Samstag mit einer starken Leistung verabschieden will. „Ich weiß, am Samstag wird es auch kritische Stimmen geben. Aber für mich waren es fünf wunderschöne Jahre beim FC Schalke 04“, bilanziert er.

Gemeinsame Feier mit den Fans

Doch zunächst gibt er für das Frankfurt-Spiel folgende Marschrichtung aus: „Wir wollen mit unseren Fans gemeinsam feiern. Gegen Frankfurt haben wir noch eine Rechnung offen. Wir wollen zeigen, dass wir besser sind.“ Für sein Abschiedsspiel hat er Familie und Freunde eingeladen. „So ist der Plan. Aber bei Schalke muss man immer gucken, ob man genug Karten bekommt“, sagt der Nationalspieler mit einem Augenzwinkern.

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