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Rätselraten um Neuer hält an

Nervenstark in München

Auf dem Spielfeld schimpfte und fluchte er, was das Zeug hielt. Doch seine Klubkameraden schienen nicht bei der Sache. Drei Gegentore nach nur 19 Minuten kassierte Torhüter Manuel Neuer bei der Schalker 1:4 (1:3)-Schlappe beim FC Bayern München.

MÜNCHEN

von Von Frank Leszinski

, 01.05.2011
Rätselraten um Neuer hält an

(K)oan Neuer: Die Spekulationen um Manuel Neuer gehen in eine neue Runde.

Kein Wunder, dass der 25-Jährige nach der einseitigen Partie mächtig geladen war. „Das ist frustrierend und enttäuschend, wie die Bayern ihre Tore erzielt haben“, schimpfte der Nationaltorhüter, der bei seinem designierten neuen Arbeitgeber erneut mit Hohn und Spott von einem Teil der Bayern-Fans begleitet wurde.

Zwar waren die Anfeindungen nicht so massiv wie beim DFB-Pokal-Halbfinale in München, doch die Palette reichte von einem Pfeifkonzert beim Warmmachen, kritischen Plakaten („Neuer – nur zu Besuch“, „Geboren in der Stadt der tausend Feuer und keinen Funken Anstand“) bis hin zu höhnischen Sprechchören („Schießbude Neuer“). Trotz dieser Rahmenbedingungen blieb der Schalker Schlussmann, der allerdings beim dritten Bayern-Tor eine Mitschuld trug, ganz cool und verhinderte eine noch höhere Niederlage. „Es gibt eben solche und solche Meinungen. Das hat mich nicht beeindruckt und ist normal im Profigeschäft,“ sagte Neuer, dessen Nervenstärke seinen Mannschaftskameraden großen Respekt abnötigt.

„Tiefenentspannt“, nannte Christoph Metzelder seinen Torhüter, der am Samstag in München noch einmal klarstellte, dass es sich beim Interesse von Manchester United um eine Phantomdiskussion handelt. Neuer: „Mein Ziel ist es, innerhalb Deutschlands zu wechseln.“ Das heißt, ein Wechsel zu einem ausländischen Klub kommt für den 25-Jährigen überhaupt nicht in Frage. Das dürften die Bayern-Bosse genauso gern hören wie sie die abnehmende Protesthaltung bei den eigenen Fans in Sachen Neuer registriert haben. „Manuel Neuer wird seinen Vertrag auf Schalke nicht verlängern und nicht ins Ausland wechseln“, betont Bayern-Präsident Karl-Heinz Rummenigge. Mittlerweile hat es ein erstes Treffen zwischen der Bayern-Spitze und Schalke-Manager Horst Heldt gegeben. „Das war ein Sondierungsgespräch. Dabei hat das Thema Geld noch keine Rolle gespielt“, sagt Heldt, der die Königsblauen in einer sehr guten Verhandlungsposition sieht.

Manuel Neuer ist die täglichen Wasserstandsmeldungen um seine Zukunft mittlerweile längst leid. Im Laufschritt verließ er die Mixed-Zone, wo die Journalisten vergeblich auf weitere Sätze von ihm hofften. Offenbar ist aus seiner Sicht genug zu dem Thema gesagt worden. Es darf weiter spekuliert werden.