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Pfeifkonzert für willenlose Schalker

Fünfte Niederlage in Serie

Wer hätte das gedacht? Schon einen Spieltag vor Saisonende hat der FC Schalke 04 mit dem zweitteuersten Bundesliga-Kader hinter dem FC Bayern München den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Diese großartige Leistung gelang dank Kölner Schützenhilfe.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski und Norbert Neubaum

, 08.05.2011
Pfeifkonzert für willenlose Schalker

Lewis Holtby (l.), lässt Manuel Neuer keine Chance.

Doch die Flucht in die Ironie konnte den Großteil der 60 309 Zuschauer in der Veltins-Arena nach der 1:3 (0:0)-Heimschlappe gegen den FSV Mainz 05 auch nicht mehr besänftigen. Die akustische Reaktion von den Rängen war schrill und schonungslos. Es gab ein Pfeifkonzert, das Manuel Neuer und Co. wohl noch lange in den Ohren klingen wird, als sich die Spieler vor nur noch halb gefüllten Rängen zaghaft auf eine Abschiedsrunde machten, um sich für die Unterstützung zu bedanken.

Schon zehn Minuten vor dem Abpfiff hatte eine Völkerwanderung aus dem Stadion eingesetzt, zu tief saß die Enttäuschung bei den königsblauen Anhängern. Nach der fünften Pflichtspielniederlage in Serie war der Schlusspfiff van Schiedsrichter Babak Rafati fast schon so etwas wie eine Erlösung für die blau-weiß gefärbten Herzen. Trainer Ralf Rangnick stellte nüchtern fest: „Wenn man fünfmal nacheinander verliert, muss man sich Gedanken machen. In entscheidenden Situationen hat es mit dem Willen zu tun. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie es kann, sie hat es aber nicht im Naturell, es immer zu tun. Was die Mainzer haben, hat unsere Mannschaft nicht intus. Wir sind zu selbstgefällig.“

Schalke strahlte auf die Spaßfußballer aus Mainz eine solche Konzeptlosigkeit und Müdigkeit aus, dass die Gäste selbst den Rückstand durch Huntelaar problemlos mit drei Toren von Schürrle, des überragenden Holtby und Noveski beantworteten. Längst hat bei Schalke so etwas wie eine Angstspirale eingesetzt, die mit jeder Niederlage größere Ausmaße annimmt. Noch ist es ein Sturzflug ohne Aufprall. Die Befürchtung: Die harte (Bruch-)Landung könnte am 21. Mai im Pokalfinale gegen Duisburg folgen.  Frank Leszinski Norbert Neubaum