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Fünf Spielern droht eine Sperre im Revierderby

Schalke mit Gelb-Problem vor Hamburg-Spiel

Noch läuft sie, die Uhr in Hamburg, die bekanntlich die Jahre, Tage und Stunden zählt, die der HSV in der Bundesliga verbringt. Am heutigen Samstag (18.30 Uhr/Sky) könnte der FC Schalke mit dafür sorgen, dass sie zum Saisonende abgestellt wird. Doch Vorsicht ist geboten. Oder nicht?

GELSENKIRCHEN

, 07.04.2018
Fünf Spielern droht eine Sperre im Revierderby

Naldo, Benjamin Stambouli, Matijas Nastasic (v.l.): Drei von vier Innenverteidigern droht vor dem Spiel beim HSV eine Sperre im Derby. © imago

Der Traditionsverein aus dem Norden befindet sich – wieder einmal – in akuter Abstiegsnot. Mitleid mit dem HSV verspürt Schalke-Manager Christian Heidel deswegen nicht: „Die Bundesliga ist ein sportlicher Wettbewerb, und die, die am Ende auf Platz 17 und 18 stehen, müssen in die zweite Liga“, sagt Heidel ganz nüchtern. „Außerdem: Dem HSV zu wünschen, dass er den Klassenerhalt schafft, hieße ja automatisch, einem anderen Verein den Abstieg zu wünschen.“

Tedesco: „Mut wird oft belohnt“

Sein Trainer Domenico Tedesco will sich auf derlei Gedankenspiele gar nicht erst einlassen und warnt davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen. „Der HSV ist noch nicht abgestiegen“, so Tedesco. In den letzten beiden Spiele unter dem neuen Trainer Christian Titz hätte sich die Mannschaft ganz anders präsentiert als in den Wochen zuvor – zwar habe der HSV auch aus diesen beiden Spielen nur einen Punkt geholt, mit ein bisschen Glück wäre dabei aber durchaus mehr drin gewesen. „Sie spielen mutig nach vorn – und Mut wird oft belohnt“, mahnte der Schalke-Coach.

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Zumal zumindest ein HSV-Brandherd der letzten Wochen in diesen Tagen gelöscht werden konnte: Abwehrspieler und Ex-Schalker Kyriakos Papadopoulos, der wegen seiner heftigen Kritik am Trainer für ein Spiel auf die Tribüne musste, entschuldigte sich unter der Woche bei der Mannschaft und darf wieder mitspielen. Wer „Papa“ kennt, weiß, dass er das mit mehr als hundertprozentigem Einsatz tun wird.

Es wackelt ein Rekord

Dennoch: Schalke geht als Favorit in die Partie und hat in Hamburg die Möglichkeit, einen Vereinsrekord zu brechen. Sechs Spiele in Serie haben die Königsblauen gewonnen, sieben Siege in Serie gab es in der Bundesliga für Schalke noch nie. „Wir wollen das Spiel nicht deshalb gewinnen, weil wir eine Serie ausbauen möchten“, sagt allerdings Domenico Tedesco, „sondern weil wir grundsätzlich jedes Spiel gewinnen wollen.“

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Spannend dürfte dabei die Frage sein, welchen Spielern Tedesco sein Vertrauen schenkt. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen – außer Baba, der noch Trainingsrückstand hat, sind alle Akteure fit. Max Meyer, der gegen Freiburg auf der Bank saß, habe unter der Woche gute Trainingsleistungen gezeigt, so der Trainer, allerdings konnte Nabil Bentaleb am Samstag auf der Meyer-Position überzeugen. Möglich, dass sich Tedesco für Meyer und Bentaleb entscheidet – „Leidtragender“ wäre dann wohl Franco Di Santo.

Fünf Spieler vorbelastet

Ausgerechnet im Spiel vor dem Derby droht Schalke allerdings die „Gelbe Gefahr“. Gleich fünf Spieler – darunter die komplette Dreier-Abwehrkette, bestehend aus Benjamin Stambouli, Naldo und Matija Nastasic – gehen mit vier Gelben Karten auf dem Konto in die Partie. Auch Breel Embolo und Daniel Caligiuri müssen aufpassen. Bei fünf Verwarnungen droht bekanntlich ein Spiel Sperre. Für Tedesco spielt das überhaupt keine Rolle, wie er sagt. „Was das angeht, gibt es kein Taktieren“, so der Coach. „Wir nehmen‘s genau so, wie‘s kommt. Und wenn im Derby drei Innenverteidiger ausfallen, dann ist das eben so.“

So könne Schalke spielen: Fährmann; Stambouli, Naldo, Nastasic; Caligiuri, Meyer, Goretzka, Bentaleb, Oczipka; Embolo, Burgstaller