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Ex-HSV-Manager wird sich um den Nachwuchs kümmern

Knäbel leitet die Schalker Knappenschmiede

Seit Juli 2017 war der Posten des Leiters der Schalker Nachwuchsabteilung vakant gewesen - jetzt haben die Königsblauen einen neuen „Chef“ für die Knappenschmiede gefunden. Es ist der ehemalige HSV-Manager Peter Knäbel.

Gelsenkirchen

, 03.04.2018
Ex-HSV-Manager wird sich um den Nachwuchs kümmern

Zwei Spiele war Peter Knäbel sogar Interimstrainer beim HSV. © dpa

Knäbel übernimmt ab dem 15. April den Posten des „Technischen Direktor Entwicklung“. Mathias Schober (Sportlicher Leiter) und Till Beckmann (Administrative Leitung), die die Knappenschmiede in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet hatten, behalten ihre jeweiligen Aufgaben.

„Große und wichtige Aufgaben“

„Für unseren Nachwuchsbereich stehen in den kommenden Monaten und Jahren große und wichtige Aufgaben an. Wir wollen die Knappenschmiede nicht nur in ihrer Infrastruktur, sondern in der gesamten Struktur noch weiter vorantreiben“, erläutert Sportvorstand Christian Heidel.

Und weiter: „Deshalb freuen wir uns, dass wir dafür mit Peter Knäbel einen der anerkanntesten Fachleute für Nachwuchsförderung in Europa für den FC Schalke 04 gewinnen konnten. Als gebürtiger Wittener und damit Kind des Ruhrgebiets wird er keine Eingewöhnungszeit benötigen.“

Nachfolger von Ruhnert

Damit hat die lange Suche nach dem Nachfolge von Oliver Ruhnert ein Ende gefunden. Ruhnert hatte Ende Juli 2017 seinen Vertrag gekündigt und damals persönliche Gründe angeführt - wie zu hören war, soll allerdings die Chemie zwischen ihm und Manager Christian Heidel nicht gestimmt haben.

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Jetzt soll also Peter Knäbel dafür sorgen, dass die Knappenschmiede auch weiterhin ihren exzellenten Ruf behält. Knäbel, ein ehemalige Bundesligaprofi, der unter anderem für den VfL Bochum und den FC St. Pauli aktiv war, hatte nach seiner Spielerlaufbahn eine Karriere als Funktionär eingeschlagen.

Embolo: „Er hat einen Super-Job gemacht“

Nachdem er einige Jahre Technischer Direktor und Nachwuchschef beim FC Basel gewesen war, übernahm er 2009 den Posten des Technischen Direktors beim Schweizerischen Fußballverband. Aus dieser Zeit kennt ihn auch noch Schalkes Schweizer Breel Embolo. „Es freut mich sehr, dass er kommt“, so Embolo. „Er ist ein Top-Mann und hat bei Basel und der Nationalmannschaft einen Super-Job gemacht.“

2014 wechselte Knäbel als „Direktor Profifußball“ zum HSV - 2015 sprang er sogar für zwei Spieltage als Interimstrainer bei den (auch damals schon) abstiegsbedrohten Hamburgern ein.

Rucksack-Affäre

Bundesweit bekannt machte ihn die sogenannte „Rucksack-Affäre“: Im Sommer 2015 wurde Knäbel ein Rucksack gestohlen, der vertrauliche Dokumente enthielt, unter anderem auch Gehaltslisten. Rucksack und Unterlagen wurden wenig später in einem Park gefunden und dem HSV zurückgegeben.