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Mann des Jahres

Domenico Tedesco, der königsblaue Menschenfänger

Gelsenkirchen Domenico wer? Als der FC Schalke 04 im Sommer 2017 den damals erst 31 Jahre alten Domenico Tedesco als neuen Schalker Trainer präsentierte, gab es nicht wenige Skeptiker. Sechs Monate später kann sich der Deutsch-Italiener vor Lobeshymnen kaum retten.

Domenico Tedesco, der königsblaue Menschenfänger

Kommt mit seiner Art bei den Spielern gut an: Schalkes Überflieger Domenico Tedesco. Foto: dpa

Schalke scheint mit Domenico Tedesco endlich einen Trainer gefunden zu haben, der nicht nur nachhaltig gute Arbeit abliefert, sondern auch mit seiner Bodenständigkeit und Bescheidenheit zum Klub passt. Das war so nicht abzusehen, schließlich war der 30-Jährige vor der Saison wohl nur Zweitligakennern ein Begriff.

Hart und unnachgiebig

Verbindlich und freundlich im Ton, aber hart und unnachgiebig in der Sache, wenn er von etwas überzeugt ist. Enorm fleißig und akribisch arbeitend, aber immer auch mit einer Portion Flexibilität agierend, wenn Tedesco zum Beispiel eine Trainingseinheit ausfallen lässt und die Mannschaft stattdessen zu einer Burgerparty einlädt. Mit dem Anpfiff an der Seitenlinie ständig auf Ballhöhe, gibt sich Tedesco nach dem Spiel ruhig und verbindlich.

Düsseldorf Mit dem zweiten Tabellenplatz zur Winterpause und der Arbeit des neuen Schalke-Trainers ist Christian Heidel hochzufrieden. Der Vorstand Sport des FC Schalke 04 ist vom Auftritt des erst 32 Jahre alten Domenico Tedesco völlig überzeugt. Entsprechend positiv fällt das Zwischenzeugnis aus, dass Heidel seinem Trainer zur Winterpause ausstellt.mehr...

Dieser Coach hat viele Facetten. Eine ganz wichtige ist die Kommunikation. Der 32-Jährige scheint ein „Menschenfänger“ zu sein. Er gibt jedem Spieler in seinem Kader das Gefühl, wichtig zu sein. Dabei kommt Tedesco zugute, dass er fünf Sprachen fließend spricht und somit schnell in der Lage ist, Stimmungen und Missstimmungen in seinem Kader frühzeitig zu erkennen.

Tedesco bezahlt Lehrgeld

Dass er keine Scheu vor unpopulären Maßnahmen hat, bewies die Absetzung von Kapitän Benedikt Höwedes. Gleichwohl bezahlte Tedesco in diesem Fall auch Lehrgeld, weil die Art und Weise, wie hier ein verdienter Spieler behandelt wurde, nicht in Ordnung war.

Schalker Gewinner und Verlierer

Burgstaller kämpft sich in die Herzen der Fans

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Der Umgang mit Höwedes war einer der wenigen Fehler, den sich Tedesco ankreiden lassen muss. Ansonsten hat der Trainer-Youngster in seinem ersten halben Schalke-Jahr das Meiste richtig gemacht. Vor allem beeindruckte, wie gut und schnell er ein Fußballspiel lesen kann und umgehend Maßnahmen ergreift, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. So in Freiburg oder in Dortmund, als er durch taktische Umstellungen die Gegner aus dem Konzept brachte. Der Lohn: Schalke überwintert auf Platz zwei.

Spieler sind begeistert

Seine Spieler sind begeistert vom neuen Coach. Doch Tedesco betont lieber gebetsmühlenartig, dass ihn die Tabelle nicht interessiert, sondern er warnt stattdessen: „Die Rückrunde wird ein Kraftakt.“

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