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Allseits Freude in Königsblau - Einstimmung aufs Derby

Schalke auf Champions-League-Kurs

Der FC Schalke 04 bleibt weiter auf Kurs Richtung Champions League, die Statistik-Werte sind stark. Und die Vorfreude auf das Revierderby gegen Erzrivale Borussia Dortmund steigt bei den Fans.

Gelsenkirchen

, 04.04.2018
Allseits Freude in Königsblau - Einstimmung aufs Derby

Viel zu feiern haben königsblaue Spieler und Fans derzeit, der zweite Tabellenplatz ist der Lohn für gute Ergebnisse. © dpa

Hermann Hesse gehört zu den Lieblingsschriftstellern von Domenico Tedesco. „Dabei kommt man auf andere Gedanken“, verriet der Schalker Trainer in der Vereinszeitschrift der Königsblauen. Der Literatur-Nobelpreisträger schrieb in seinem Gedicht „Stufen“ die weltberühmte Zeile: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Eine Formulierung, die genau auf Tedesco und sein erstes Schalke-Jahr zutrifft.

Sechs Spiele, sechs Siege

Denn wer hätte es vor der Saison für möglich gehalten, dass der 32-jährige Trainer-Nobody nach 28 Spieltagen mit seiner Mannschaft den zweiten Tabellenplatz belegt? Wer hätte darauf gewettet, dass Schalke sechs Spieltage vor dem Saisonende schon sieben Punkte Vorsprung auf Platz fünf besitzt? Und wer hätte geglaubt, dass Schalke mit nur neun Toren aus den letzten sechs Partien die Maximalausbeute von 18 Punkten holt?

Der „Tedesco-Zauber“ hat etwas Märchenhaftes. Dabei stehen die Zahlen und Fakten jedoch im teilweisen Gegensatz zu den Leistungen auf dem Platz. Auch beim 2:0 (0:0)-Heimerfolg gegen den SC Freiburg lieferten die Gastgeber fast 60 Minuten wieder mal nur biedere Hausmannskost ab. Und wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wenn der Freiburger Vincent Sierro nicht den Pfosten, sondern ins Schalker Tor getroffen hätte?

Caligiuri und Burgstaller treffen

Praktisch im Gegenzug gelang Schalke per Elfmeter durch Daniel Caligiuri (63.) die Führung, ehe Guido Burgstaller (73.) mit seinem neunten Saisontor und dem 2:0 die Weichen auf Sieg stellte. Diesen Treffer verfolgte SC-Trainer Christian Streich von der Tribüne, weil er nach der Gelb-Roten-Karte für seinen Kapitän Nils Petersen aus der Rolle gefallen und wegen Reklamierens von Referee Tobias Stieler auf die Tribüne geschickt worden war.

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Tedesco hatte ein bisschen Mitleid mit dem Gegner. „Der Spielverlauf mit dem Elfmeter und der Gelb-Roten Karte kam uns natürlich entgegen. Wenn man 0:1 auf Schalke zurückliegt und dann auch noch zu zehnt weiterspielen muss, wird es für jede Mannschaft schwer“, sagte der Schalker Coach, der nach dem Sieg mit seinem Team der Champions-League-Qualifikation ein großes Stück näher gekommen ist.

Einstimmung auf das Derby

Dass die Königsblauen bei vier Punkten Vorsprung vor Dortmund tabellarisch vor dem Derby vom Erzrivalen nicht mehr einzuholen sind, löste bei den Fans Jubelstürme aus. Mit Schmähgesängen wurde sich bereits auf das Derby in knapp zwei Wochen eingestimmt.

So gut war die Stimmung auf Schalke schon lange nicht mehr. Die Rückkehr in die Königsklasse wird nach vier Jahren immer wahrscheinlicher und im DFB-Pokal winkt die Finalteilnahme. Torschütze Guido Burgstaller hatte jedenfalls „einen Riesenspaß“, als er von den Fans in der Nordkurve aufs Podest gehoben wurde. Dem Österreicher war zunächst gar nicht klar, was los war. „Ralle hat mir erklärt, dass ich da hoch soll“, erhielt der Mittelstürmer erst noch ein wenig Nachhilfe-Unterricht von Mannschaftskapitän Ralf Fährmann.

Fünf Spiele ohne Gegentor

Der 29-Jährige ist seit 462 Minuten ohne Gegentor. Zuletzt wurde Fährmann am 17. Februar beim 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim bezwungen. Es folgten fünf Spiele ohne Gegentor, die Schalkes defensive Stabilität eindrucksvoll beweisen. Dass es im Spiel nach vorn auch gegen Freiburg viele Mängel gab, fiel nicht ins Gewicht, weil am Ende wieder das Ergebnis stimmte. Zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte feierten die Blau-Weißen sechs Bundesliga-Erfolge in Serie. Ein Sieg in Hamburg, und nicht nur der nächste Rekord wäre fällig, sondern auch die Derby-Vorfreude noch ein Stück größer.

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