Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Zorc holt Ilkay Gündogan

Für vier Millionen

Fußball-Meister Borussia Dortmund hat im Poker um das Nürnberger Mittelfeldtalent Ilkay Gündogan (20) sein starkes Blatt erfolgreich ausgespielt. „Wir haben mit dem Spieler grundsätzlich Einigung über einen Vierjahresvertrag erzielt!“, berichtete BVB-Sportdirektor Michael Zorc (48) am Donnerstag.

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 05.05.2011
Zorc holt Ilkay Gündogan

Bald Borusse: Ilkay Gündogan (l.)

Nach unseren Informationen muss der Champions League-Teilnehmer für den Abiturienten vier Millionen Euro an den „Club“ überweisen, durch kollektive Team-Erfolge und persönliche Duftmarken des Profis könnte Gündogans Preis nachträglich noch moderat steigen. Trainer Jürgen Klopp (43) beschrieb den flexibel einsetzbaren U21-Nationalspieler als „überaus klugen Kopf“ und betonte: „Ilkay ist schnell und komplett. Er passt von seiner fußballerischen Ausrichtung her sensationell in unsere Abläufe.“

Im Fränkischen gilt Gündogan, der in Gelsenkirchen geboren wurde und unter anderem für den VfL Bochum spielte, als Kopf eines „magischen Dreiecks“, dem obendrein Mehmet Ekici (21) und Julian Schieber (22) angehören. In Dortmund wird Gündogan ab dem 29. Juni womöglich den ligaweit stärksten Hinrunden-Spieler ersetzen müssen: Nuri Sahin (22). Die Madrider Zeitung „AS“ sandte am Donnerstag eigens einen Redakteur ins Ruhrgebiet, um Klopp zu fragen, ob er von einem Wechsel seines Mittelfeld-Strippenziehers ausgehe. „Es gibt in dieser Hinsicht nichts Neues zu berichten“, entgegnete der Trainer: „Dass bei Nuri ein gewisser Denkprozess eingesetzt hat, ist ja bekannt.“

Klopp will sich in den kommenden Tagen ausschließlich mit dem nächsten Gegner Werder Bremen beschäftigen und allen Prognosen, seine Mannschaft könne als Konsequenz der Partystimmung den Abstiegskampf beeinflussen, entschieden entgegentreten. „Wir schenken die Partie auf keinen Fall ab. Nichts liegt uns ferner als das“, sagte er. Die angeblich ungebrochene Motivation seiner Spieler begründete Klopp unter anderem durch drei noch erreichbare Ziele. Mit zwölf Auswärtssiegen kann Dortmund nach wie vor einen Allzeitrekord aufstellen, sich zudem als Klub mit den wenigsten Gegentoren auszeichnen (die aktuelle Bestmarke liegt bei 21) und den Punkte-Highscore des FC Bayern München (78 in einer Spielzeit) zumindest einstellen.

Lesen Sie jetzt