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Für den BVB steht beim Saisonfinale viel auf dem Spiel

30-Millionen-Euro-Partie gegen Hoffenheim

Weniger Einnahmen, schwierigere Personalplanung, weniger Bekanntheit und Reichweite - das steht für Borussia Dortmund auf dem Spiel, sollte die Qualifikation für Champions League misslingen.

DORTMUND

, 10.05.2018
Für den BVB steht beim Saisonfinale viel auf dem Spiel

Duelle gegen Real Madrid standen für den BVB in den vergangenen Jahren auf der Champions-League-Tagesordnung. Rollt der Ball mit den Sternen auch in der kommenden Saison im Dortmunder Stadion? © dpa

Noch zwei Tage, dann endet eine Spielzeit der Extreme für Borussia Dortmund. „Es war“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, „insgesamt eine schwere Saison, die schwierigste überhaupt.“ Die Chancen stehen rechnerisch gut, die Bundesliga mit der Qualifikation für die Champions League abzuschließen. Sogar eine Niederlage mit einem Tor darf sich der BVB bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) erlauben - und könnte damit großen Schaden abwenden.

Das Festgeldkonto ist gut gefüllt

KGaA-Boss Watzke betont zwar, „dass der Verein nicht zugrunde gehen wird, wenn wir es nicht schaffen würden, aber es ist immer schöner, Champions League zu spielen“. In Sachen Bonität spielt der BVB längst auf höchstem europäischem Niveau, das Festgeldkonto ist gut gefüllt. Doch die UEFA bedient ihre Klubs aus der prall gefüllten Schatztruhe nur in der Königsklasse auch opulent. Das steht auf für den BVB auf dem Spiel.

Umfrage

Gelingt dem BVB am letzten Spieltag die Qualifikation für die Champions League

78%
78%
Ja!
22%
22%
Nein!
1305 abgegebene Stimmen

Reviernachbar FC Schalke 04 plant mit Einnahmen von rund 40 Millionen Euro nach der Qualifikation für die Champions League. Beim BVB liefe es ähnlich. Watzke bezifferte die Mindereinnahmen in der Europa League auf „circa 30 Millionen Euro“, wie er auf Anfrage mitteilte.

Schere klafft noch weiter auseinander

Nach der K.o.-Phase kämen in der Champions League pro Runde zehn weitere Millionen Euro hinzu oder eben nicht, schätzt Analyst Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe. Das seien aber Umsatzzahlen und keine Gewinne.

Bei den Prämien der UEFA klafft die Schere zwischen erstklassiger Champions League und zweitklassiger Europa League von der kommenden Spielzeit an noch weiter auseinander. Zum Vergleich die Summen aus der Saison 2017/18: Antrittsprämie Champions League 12,7 Millionen Euro zu 2,6 Millionen Euro für die Europa League, für einen Sieg gab es in der Königsklasse 1,5 Millionen Euro (360.000 Euro). Für einen Klub wie Hertha BSC dürfte die Teilnahme kaum mehr als eine Schwarze Null erbracht haben.

Versicherung nicht mehr aktiv

Nicht mehr aktiv ist die zusätzliche Einnahme-Ausfallversicherung, die Borussia Dortmund vor zwei Jahren noch abfederte, wie Watzke bestätigte. Der BVB ist ausreichend liquide und benötigt dieses Polster nicht mehr. An der Börse dürfte die BVB-Aktie bei einem Verpassen der Königsklasse dennoch spürbar an Wert verlieren. Analysten wie Schlienkamp erwarten, dass das Wertpapier kurzfristig deutlich nachgeben würde.

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Vertrackter wird die Angelegenheit bei der Personalplanung. Angefangen vom zukünftigen Trainer über aktuelle Spieler bis zu möglichen Neuerwerbungen: Bei allen steht die Teilnahme an der Champions League oben auf der sportlichen Agenda. Der „worst case“ soll laut Klubführung keinen Einfluss auf die Handlungsfähigkeit haben - Sportdirektor Michael Zorc soll unabhängig von Champions-League-Millionen seine Transfergeschäfte vorantreiben, betonte Watzke.

„Erstklassige Adresse“

Doch misslänge die Qualifikation, könnten sich Entscheidung und Verkündung in der Trainerfrage noch länger hinziehen, angefragte Zugänge könnten wieder abwinken, auch wenn sich der Klub weiter als „erstklassige Adresse“ sieht.

Zudem entstünden Probleme bei den eigenen Spielern: Ihr Marktwert dürfte stagnieren oder sinken, was im Hinblick auf zukünftige Transfererlöse zum Nachteil gerät. Und bei Borussen, die insgeheim mit einem Abflug liebäugeln könnten (Sokratis, Pulisic, Guerreiro), könnte die düstere Aussicht, statt gegen Real Madrid bei Östersunds FK zu spielen, den Ausschlag dafür geben, eher einen Abschied aus Dortmund voranzutreiben.

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Autogramme und Selfies nach dem BVB-Training am 8. Mai

08.05.2018
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BVB-Training in Brackel am 8. Mai.© Groeger
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Schlagworte Borussia Dortmund, BVB
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BVB-Training in Brackel am 8. Mai

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Schlagworte Borussia Dortmund, BVB

Der BVB läuft Gefahr, aus den Top Ten der europäischen Klubrangliste zu rutschen. Diesen Platz will Watzke unbedingt verteidigen, obwohl es „ein harter, harter Kampf“ werde, wie er betonte. „Wir haben es in der Champions League in einem Verdrängungswettbewerb mit Ländern zu tun wie Katar und Abu Dhabi, mit Milliardären, wo keiner weiß, wie die ihr Geld verdient haben.“ Andere, neue Konkurrenten kämen auf der Autobahn angerauscht „mit Tempo 280 und Lichthupe, wollen uns überholen“.

Nummer zwei in Deutschland

Nicht nur die Großkonzerne investieren lieber in die handverlesenen Spitzenklubs, auch für die weiter vorangetriebene internationale Vermarktung der Borussia wäre das Verpassen der Königsklasse ein Hemmnis. Wenn der BVB im Mai und Juli auf USA-Tour geht, lässt sich schwerlich mit dem Merkmal werben, in Europa nur in der zweiten Liga mitzuspielen, Erfolge in der jüngeren Vergangenheit hin oder her,

Bekanntheit und Beliebtheit dürften international zumindest nicht weiter steigen.

Borussia Dortmund sieht sich - nach Heranziehung verschiedener Parameter wie Umsatz, Faninteresse oder Kaderwert vollkommen zurecht - als Nummer zwei in Deutschland. Nachdem vor einem Jahr neben dem FC Bayern auch RB Leipzig enteilte, landet in dieser Saison auch der FC Schalke 04 vor dem BVB.

Makel des Scheiterns

Seit 2010 spielte der BVB immer international mit, doch zum zweiten Mal nach 2015/16 nur in der Europa League dabei zu sein, trüge den Makel des Scheiterns. Der anvisierte Umbruch dürfte tiefgreifender ausfallen, das Prestige wäre angekratzt. Die 90 Minuten am Samstag entscheiden über viel mehr als ein nüchternes Resultat.

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