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Das Duell mit Leverkusen weist Dortmund den Weg

Für den BVB steht viel auf dem Spiel

Für den BVB steht im heutigen Topspiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr) viel auf dem Spiel. Mit welcher Schlusspointe das Stück, das Borussia Dortmund in dieser Saison aufgeführt hat, endet, ist noch offen. Es bleibt spannend - bis der Vorhang fällt.

DORTMUND

, 21.04.2018
Das Duell mit Leverkusen weist Dortmund den Weg

Die fußballerischen Qualitäten eines Sven Bender (l.) waren im Sommer nicht mehr gefragt bei Borussia Dortmund. Heute, wo Bender mit Bayer 04 erstmals zurückkehrt nach Dortmund, fehlt dem BVB ein Charakter wie er © imago

Den Bierbecher mit den Konterfeis der Spieler gibt es am Stadion zum halben Preis, im Onlineshop bietet der BVB fast alle Artikel 19,09 Prozent günstiger an. Unzweifelhaft Anzeichen dafür, dass sich die Spielzeit 2017/18 dem Ende zuneigt.

29 Punkte in 15 Spielen

Dortmunds Regisseur Peter Stöger, der in 15 Spielen 29 Zähler gesammelt hat, steht dabei ebenso im Fokus der Kritik wie die halbe Spielschar. In Teilen seien die negativen Rückmeldungen „sicher auch berechtigt“, sagt der Österreiche, schiebt dann aber hinterher: „Wir wissen, wo wir gestartet sind.“ Mit „Wir“ meint er in diesem Fall sich und sein Trainerteam.

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Angetreten Mitte Dezember, ausgestattet mit einem Engagement bis Ende der Saison, beauftragt mit der klaren Zielvorgabe, den BVB wieder auf die große Bühne der Champions League zu hieven. „Die Spiele werden weniger, die Ausgangslage ist gut. Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Stöger.

Leblose Tragödie auf Schalke

Spätestens nach der leblosen Tragödie auf Schalke (0:2) ist das Murren im Publikum unüberhörbar geworden, die Buh-Rufe nehmen zu. Die wenigen Stunden seit Sonntagabend dürften nicht ausgereicht haben, um alle aufgebrachten Fans zu besänftigen, auch nicht, um das Ensemble gänzlich neu auszurichten. Zu groß war das öffentliche Theater unter der Woche.

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Doch noch ist das Drehbuch offen für ein schmales Happy End. „Wir haben das Gefühl, dass die Chance groß ist, dass wir es schaffen“, sagt Stöger, „ich traue uns das zu, allen Überraschungen, die man in der einen wie in der anderen Richtung immer wieder hat, zum Trotz.“ Zu allererst muss seine Mannschaft dazu die Qualität ihrer Darbietungen stabilisieren. Kaum hatte eine zweite Hälfte wie beim 3:0 gegen Stuttgart die Hoffnung auf Besserung genährt, reihte sich das Derby-Debakel an und vernichtete jegliche Freude am Spiel.

Verfolger dürfen vorlegen

Nach den bisherigen Rückschlägen in dieser wendungsreichen Story gab es meist Lichtblicke, nach dem Europa-Aus in Salzburg ein 1:0 gegen Hannover 96, nach der 0:6-Watschn in München eben jenes 3:0 gegen Stuttgart. Und nun?

Noch vor dem Anpfiff am heutigen Samstag um 18.30 Uhr kennt der BVB die Lage. Die direkten Verfolger dürfen vorlegen und die Schwarzgelben unter Druck setzen. Noch ist der Vorsprung mit vier Zählern beruhigend, bis zum Anstoß könnte er auf einen Punkt geschmolzen sein. Lampenfieber inklusive.

Reus dürfte Batshuayi ersetzen

Zur eigenen Unsicherheit gesellt sich dann noch das Problem mit der Besetzung im Angriff, wo Torjäger Michy Batshuayi für den BVB bis zum Saisonende ausfällt. Von den fünf besten Scorern ist einzig Maximilian Philipp vollauf dienstbereit, im Sturm wird einmal mehr eine One-Man-Show von Marco Reus benötigt. Auch Mario Götze darf vermutlich mal wieder hinaus ins Rampenlicht.

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Dort fühlt sich Gegner Bayer 04 Leverkusen gerade blendend wohl. Deren neuer Trainer Heiko Herrlich (Punkteschnitt 1,7) hat mit einer jungen Wanderbühne und lustvollem Offensivspiel die Kritiker begeistert. Dennoch steht die Werkself keinen Punkt besser da als der BVB - und könnte damit leben, wenn das nach dem Spiel so bliebe.

„Danach wurde ich eines Besseren belehrt“

Herrlich hatte übrigens als einziger Trainer auf den BVB als Meister getippt. „Die ersten Spieltage dachte ich, ich habe richtig Ahnung“, sagte er am Freitag. „Danach wurde ich eines Besseren belehrt.“

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