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Viel Herz, keine Tore

DORTMUND Borussia Dortmund tritt auf der Stelle, der FC Bayern bleibt ungeschlagen. Am Sonntag trennten sich die Ex-Erzrivalen im Signal Iduna Park 0:0. „Wir hätten ein Ausrufezeichen für ganz Deutschland setzen können“, raunzte BVB-Trainer Thomas Doll: „Schon enttäuschend, dass das nicht gelungen ist!“ Bitter für ihn: Seine Elf vergab in der zweiten Hälfte eine Fülle von XXL-Chancen.

Viel Herz, keine Tore

Markus Brzenska im Kopfballduell mit Lucio

Doll kredenzte den 80 708 Zuschauern schon vor dem Anstoß ein Überraschungsei sondergleichen: Er ließ erstmals in 4-3-3-Ausrichtung beginnen. Überraschend mit Delron Buckley und Nelson Valdez sowie dem Innenverteidiger-Pärchen Robert Kovac/Markus Brzenska. Letztere hatten in dieser Saison nur 120 Minuten Seite an Seite verbracht und in dieser Zeit zwei Gegentore kassiert. Kapitän Christian Wörns indes saß auf der Bank.

Die Latte rettet

Der Tabellen-Elfte begann aggressiv, störte früh, machte auf der rechten Seite ein Übergewicht geltend und verfügte in Valdez über den quirligsten Akteur der Anfangsphase. Der Partner des Paraguayers im Angriff, Mladen Petric, setzte mit seinem Schuss aus 18 Metern, der am Tor vorbeistrich, ein erstes Ausrufezeichen (4.). Für das zweite zeichneten die Bayern verantwortlich: Demichelis und Klose im Nachschuss trafen jeweils die Latte – Ooohs und Aaahs im Stadion (36.). BVB-Torhüter Roman Weidenfeller hatte den 30-Meter-Knaller des Argentiniers unterschätzt und Kovac Nationalspieler Klose nur mit dem Fernglas beobachtet.

  Zwei Minuten später: die Borussia wieder im Glück. Der insgesamt starke Philipp Degen foult Klose als letzter Mann. Doch statt einer berechtigten Roten Karte lässt Schiedsrichter Markus Merk weiterspielen. Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld schimpft: „Ein klares Foul!“ BVB-Coach Doll hat ohnehin große Probleme mit Merk: „Die Verteilung der Gelben Karten hat mir überhaupt nicht gefallen. Auf der anderen Seite drückt der Schiri lange ein Auge zu. Erst später hat er sich auf die leichten Münchner Faller in Strafraumnähe eingestellt.“ 0:0 zur Pause. Ein intensives, ein hitziges Duell.

Dortmund um den giftigen Tinga kämpft mit Herz, der FC Bayern verteidigt nach dem schweren UEFA-Cup-Spiel in Belgrad (3:2) vom Donnerstag zumindest versuchsweise mit Hirn. Fußballerisch scheint mehr nicht möglich, das zeigt stellvertretend schon das Versagen der Münchner Außen im Mittelfeld, Sosa und Schweinsteiger. Hitzfeld: „Wir hatten schwere Beine, konnten nur 70 Prozent bringen.“

Besserer Start

Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten verzeichnet zwar der Gast: Gegen Klose, der Markus Brzenska nach einem Fehlpass von Jakub Blaszczykowski entwischt war, klärt Weidenfeller (48.), doch acht Minuten später knallt Dortmunds Petric die Kugel mit 108 km/h aus zehn Metern knapp neben das Gehäuse. Der erste Annäherungsversuch.

Dortmund jetzt am Drücker, viel zielstrebiger, dynamischer: Blaszczykowski schiebt die Kugel nach Tingas Zauberpass Tor vorbei (63.), Delron Buckley scheitert an Rensing, Florian Kringe prüft im Anschluss den Außenpfosten (64.) und Valdez befördert den Ball schließlich aus elf Metern freistehend weit über das Gestänge (67.). „Das war zu uncool, zu unkonzentriert“, hadert Doll. Um 18.53 Uhr ist Schluss. 0:0 – zu wenig für den BVB.

Mit 14 Punkten aus zehn Spielen steckt der Klub im Niemandsland der Liga fest, die Bayern (27) ziehen an der Spitze einsam ihre Kreise. Der Vorsprung auf Hamburg (23) beträgt noch beruhigende vier Zähler.

  

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