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Umfangreicher Sicherheitsplan soll "Jagdszenen" verhindern

BVB-Risikospiel am Samstag

Wenn Borussia Dortmund am Samstag die Meisterschale überreicht wird, sollen keine gewaltbereiten Frankfurter Fans die Feier stören: DFB, beide Vereine und Polizei haben einen umfangreichen Sicherheitsplan ausgearbeitet.

FRANKFURT/MAIN

von Von Ulrike John (dpa)

, 11.05.2011
Umfangreicher Sicherheitsplan soll "Jagdszenen" verhindern

Jagdszenen im Frankfurter Stadion.

„Das Besondere ist die Übergabe der Meisterschale. Dieses Prozedere werden wir aufgrund der Vorkommnisse am letzten Spieltag in Frankfurt mit besonderer Sorgfalt planen“, sagte Helmut Spahn, der Sicherheitsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), vor der Begegnung am Samstag (15.30 Uhr/Sky) der Nachrichtenagentur dpa.

„Es werden alle möglichen Szenarien vorher besprochen und Alternativen zur Lösung erarbeitet. Die Verantwortlichen in Dortmund sind optimal und professionell vorbereitet“, erklärte Spahn. In Dortmund fürchtet man bereits, dass gewaltbereite Eintracht-Anhänger die Meisterfeier empfindlich stören könnten. Nach der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag hatten Frankfurter Fans den Innenraum der Commerzbank Arena gestürmt und die Spieler zur Flucht in die Kabine veranlasst. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte bereits vor den Ausschreitungen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt: „Wir sehen ein gewisses Sicherheitsrisiko. Wir werden da einiges machen müssen.“ Der DFB-Kontrollausschuss hatte ein Ermittlungsverfahren gegen die Frankfurter eingeleitet, mit einem Urteil wird diese Woche noch gerechnet. Die Polizei wertete die Jagdszenen in der Frankfurter WM-Arena als „absolute Ausnahmesituation“ und ermittelt ebenfalls - gegen die Randalierer wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

Spahn versprach, dass die Verantwortlichen „besonders aufmerksam, besonders sensibel“ sein werden. Zugleich meinte er: „Aber es wird keine besonderen Maßnahmen im eigentlichen Sinne im Hinblick auf die Eintracht-Fans geben. Natürlich versuchen wir und die Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt diese Woche noch einmal, auf die Fans einzuwirken.“ Am Spieltag selbst werde es um 10.30 Uhr in Dortmund eine abschließende Sicherheitsbesprechung mit allen Verantwortlichen geben. „Wir stehen mit beiden Vereinen in ständigem und direktem Kontakt. Es ist eigentlich die übliche Vorbereitung auf ein sogenanntes Risiko-Spiel“, sagte der DFB-Sicherheitschef.

Zusätzlichen Zündstoff hat die Partie auch durch die Aussage von Eintracht-Präsident Peter Fischer bekommen. Der hatte versucht, seine aufgebrachten Fans nach der Niederlage gegen Köln mit den Worten zu beschwichtigen: „Dann schlagen wir eben den Scheiß-BVB.“ Fischer hat sich dafür inzwischen bei Watzke entschuldigt.

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