Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schweigender Botschafter

DORTMUND Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will das Produkt Bundesliga effektiver vermarkten, im Ausland kräftig die Werbetrommel rühren und schickt zu diesem Zweck heute Borussia Dortmund für einen freundschaftlichen Vergleich nach Warschau. Ausgerechnet den BVB.

Schweigender Botschafter

Jakub Blaszczykowski kehrt für einen Tag in seine polnische Heimat zurück.

Jene blutleere Profi-Ansammlung also, die zwar 30 Mio. Euro an Gehältern verschlingt, national aber regelmäßig einer mangelnden Berufsauffassung überführt wird. In fünf von acht Partien kassierte der BVB mindestens drei Gegentore. Die jüngsten drei verlor der Klub und machte dermaßen in Apathie, dass die Statistiker beim 1:3 in Karlsruhe (13 Mio. Euro Etat) lediglich noch 39 Prozent Ballbesitz für Schwarzgelb notieren durften.

Als Konsequenz produziert die Truppe nun ihren eigenen Stummfilm namens „Medienboykott“. Auf Geheiß des formschwachen Kapitäns Christian Wörns – heißt es. Und so war „Ich darf doch offiziell nichts sagen“ am Montag, am gestrichenen freien Tag, der in einer Laufeinheit im Grävingholz gipfelte, der meistverwendete Satz. Sollte wohl bedeuten: Wer gegen das interne Schweigegelübde verstößt, der macht die Mannschaftskasse fett.

"Kuba" spricht

Ob die Borussen am Dienstag auch in Polen schweigen, wenn sie als fröhliche Repräsentanten einer fannahen Eliteliga auftreten sollen? Wohl nicht, denn Jakub Blaszczykowski muss um 14.30 Uhr in einem Einkaufszentrum zu seinen Landsleuten sprechen. Später treffen die Profis noch auf Waisenkinder. Es steht immerhin viel auf dem Spiel.

Die Bosse der deutschen Klubs verlangen von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nämlich, mehr Geld zu besorgen – die bislang 420 Mio. pro Jahr reichen nicht, um international mithalten zu können. Jene 60 Mio. Euro, die Italiener und Spanier zusätzlich im Ausland verdienen, sollen das Ziel sein. Ob es die Borussen lebendig macht? Ob es sie rennen lässt? Sprechen? Auflösung: 18.15 Uhr, im DSF.  Delron Buckleys Einsatz gegen Bochum ist aufgrund einer Einblutung am Innenband des linken Sprunggelenks stark gefährdet.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

DORTMUND Borussia Dortmund ist im Jahr 2018 noch ungeschlagen - das passt allerdings nicht zur aktuellen Stimmungslage. Der Fußball der Rückrunde genügt den hohen Dortmunder Anspüchen nur bedingt. Darüber diskutieren wir in der 84. Folge des BVB-Podcasts.mehr...

DORTMUND Borussia Dortmund droht wegen der Vergehen einiger "Fans" beim Auswärtsspiel gegen Atalanta Bergamo eine harte Strafe durch die UEFA.mehr...

DORTMUND Borussia Dortmund hat einen guten Lauf bei den Ergebnissen, doch vom stilprägenden BVB-Fußball ist kaum noch etwas zu erkennen. Der Trainer übt Kritik an seiner Mannschaft. Wann sind Lösungen zu sehen? Jürgen Koers kommentiert.mehr...