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Pro und Kontra: BVB-Duo muss Joachim Löw überzeugen

Schürrle und Götze zur WM?

Pass Andre Schürrle, Tor Mario Götze - der WM-Titel 2014 war perfekt. Aktuell stehen die beiden Akteure des BVB nicht im Aufgebot der Nationalmannschaft, doch für die WM hat Bundestrainer Joachim Löw die Tür für die Schwarzgelben offengelassen. Wir fragen: Soll das Duo mit nach Russland?

DORTMUND

, 26.03.2018
Pro und Kontra: BVB-Duo muss Joachim Löw überzeugen

Sind in der Nationalmannschaft aktuell nur zweite Wahl: Mario Götze (l.) und Andre Schürrle.  © dpa

Ja! Beide bringen eine hohe Variabilität mit


Mario Götze und Andre Schürrle stehen sinnbildlich für den Weltmeister-Triumph von 2014 in Brasilien. Auch wenn im Fußball das Vergangene keinen großen Wert für das Zukünftige hat, sollte Bundestrainer Joachim Löw den Vorlagengeber und den Torschützen des 1:0 gegen Argentinien aus dem WM-Finale mit nach Russland nehmen.

Thomas-Müller-Effekt bei Götze

Bei Mario Götze ist oftmals der Thomas-Müller-Effekt zu beobachten: Selbst bei schwachen Phasen im Verein lief es in der DFB-Auswahl dann doch immer irgendwie für den 25-jährigen Dortmunder. In der Wohlfühloase Nationalmannschaft blüht der sensible Götze auf - zumindest in Test- und Qualifikationsspielen. Bei großen Turnieren schaffte er es noch nicht, sich als Stammspieler zu empfehlen.

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Mesut Özil schnappte ihm da regelmäßig die Position des kreativen Zehners weg. Doch Özil hat oftmals auch blasse Auftritte wie zuletzt gegen Spanien. Götze bringt zusätzlich eine große Variabilität mit. Er kann auf der defensiveren Achter-Position spielen, auf den Außen oder gar als falsche Neun. Wenn er an Özil nicht vorbeikommen sollte, einen Götze als Backup nicht zu berücksichtigen, wäre fahrlässig.

Gute Leistungen beim BVB

Auch Schürrle bringt eine ähnliche Positions-Flexibiliät mit. Er ist auf den Außenbahnen wie auch im Strafraum als Mittelstürmer zuhause, hat zuletzt bei Borussia Dortmund mit guten Leistungen - auch im Zusammenspiel mit Götze - aufhorchen lassen. Und wie man so ein WM-Finaltor schießt, wissen beide ja nur zu gut.

Moritz Mettge

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Sollen Mario Götze und Andre Schürrle in den deutschen WM-Kader berufen werden?

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Nein, Mittelmaß reicht nicht


Mario Götze und Andre Schürrle für die beiden abschließenden Tests vor der Weltmeisterschaft nicht zu nominieren, ist ein deutliches Zeichen des Bundestrainers. Es sieht alles danach aus, dass Joachim Löw weiß, was er zurzeit nicht an ihnen hat.

Keine weltmeisterliche Form

Die aktuelle Form in der Bundesliga ist bei den WM-Helden von 2014 mittelmäßig - auf keinen Fall weltmeisterlich. Das ist aber nicht erst seit dieser Spielzeit so. Seit dem 1:0-Finalerfolg gegen Argentinien 2014 stagniert die Leistungskurve der beiden Offensivspieler. Zeigt sogar nach unten.

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Götze ist im Anschluss beim FC Bayern gescheitert, hat auch in Dortmund nie wieder zu seiner WM-Form gefunden. Schürrle hinterließ sowohl bei Chelsea als auch beim VfL Wolfsburg keinen bleibenden Eindruck. Immerhin hat er sich beim BVB einen Stammplatz erkämpft.

Tendenz: Zuschauer-Dasein

Die WM-Mitspieler Mats Hummels, Julian Draxler oder Toni Kroos dagegen haben fußballerisch weiter zugelegt. Mesut Özil, Thomas Müller, Jerome Boateng oder Sami Khedira verkörpern heute wie damals Weltklasse. Hinzu kommen Spieler wie Leroy Sane, Ilkay Gündogan, Leon Goretzka oder Timo Werner, die Götze und Schürrle aus dem Stand leistungsmäßig locker überholt haben.

So sieht alles danach aus, dass die beiden Freunde bei der WM in Russland nur Zuschauer sind. Außer, sie zeigen Löw in den restlichen Bundesliga-Partien, dass sie doch noch zu Größerem berufen sind.

Thomas Schulzke

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