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Meisterprüfung

DORTMUND Mit mehr als zweistündiger Verspätung hob Borussia Dortmunds Flieger nach Stuttgart am Freitag vom Rollfeld der Westfalen-Metropole ab. Beginn einer Reise ins Ungewisse.

von Von Sascha Fligge

, 30.11.2007
Meisterprüfung

Robert Kovac (li.) muss heute Martin Amedick führen.

Vor dem Hintergrund, dass der BVB (Platz 13, drei Punkte Vorsprung auf Rang 16) am Samstag beim Deutschen Meister unbedingt punkten muss, stellt sich die Frage: Wie stark ist Stuttgart wirklich?

Nach dem Katastrophen-Start (Rang 14 am 10. Spieltag) hat die Elf von Trainer Armin Veh wettbewerbsübergreifend zwar sechs Mal in Serie gewonnen, doch am Samstag fällt neben Außenverteidiger Andreas Beck (Innenbandriss im Knie) voraussichtlich auch Torjäger Mario Gomez (Rippenfellentzündung) aus. Immerhin steht die chronisch angeschlagene Mittelfeld-Zaubermaus Yildiray Bastürk (Veh: „Er kommt trotz Oberschenkel-Problemen wohl zurück“) wieder zur Verfügung. Ausgerechnet den Spielmacher wollten die Borussen im Sommer unbedingt in den Ruhrpott holen. Und kassierten eine Absage.

Wörns' Dilemma

Personalprobleme plagen auch Dortmund: Neben den Langzeit-Ausfällen Alexander Frei und Philipp Degen sind Diego Klimowicz und Markus Brzenska (gesperrt) sowie Christian Wörns (Wadenzerrung) nicht dabei. Für den ins zweite Glied verbannten Kapitän ist die Blessur besonders bitter. Damit sich sein Vertrag um ein Jahr verlängert, muss Wörns in dieser Saison zwingend 25 Pflichtspiele bestreiten. Bislang kommt er auf elf – maximal 24 kann der BVB in der Liga und im DFB-Pokal noch absolvieren. Die Zeichen stehen also auf Trennung.

Den vakanten Platz in der Dortmunder Innenverteidigung wird in Baden-Württemberg Martin Amedick einnehmen (Trainer Thomas Doll: „Er hat gefordert, dass er spielt. Viele andere haben sich Gedanken darüber gemacht. Jetzt ist seine Zeit gekommen!“), für die Rolle des rechten Abwehrspielers kommen neben Florian Kringe auch Marc Kruska und Jakub Blaszczykowski in Betracht.

Nur mit Raute erfolgreich

Ob Doll erneut auf ein 4-4-2 mit Raute verzichten wird, ist ungewiss. Zwar bekräftigt er stets, ohne „Nummer 10“ sei diese Ausrichtung nicht die richtige, doch Dolls Bilanz zeigt exakt das Gegenteil: Alle Spiele, die Borussia Dortmund unter seiner Leitung gewonnen hat, begann der BVB im Mittelfeld mit einer Raute. Ausnahmslos.

In einer Systemdiskussion will sich Michael Zorc vor dem Stuttgart-Spiel nicht ergießen. Dortmunds Sportdirektor, der erst im Sommer wieder Millionen-Ablösesummen in neues Personal investieren und für die Winterpause allenfalls ein Ausleihgeschäft in Erwägung ziehen darf, kritisierte in dieser Woche überraschend Einzelspieler. Wenn auch zart. „Dede und Mladen Petric“, forderte er, „müssen viel besser spielen als zuletzt beim 0:2 in Nürnberg!“ Zorc hätte zwar auch jeden anderen Namen nennen können – aber irgendwo muss man ja schließlich mal anfangen.

BVB: Weidenfeller - Kringe (Kruska), Amedick, Kovac, Dede - Blaszczykowski, Kehl, Tinga, Buckley (Kringe) - Valdez, Petric

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