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Klopp: "Ohne Nuri wären wir nicht Meister geworden"

Loblied auf Sahin

Als alles gesagt war zum finalen Auftritt des Deutschen Meisters Borussia Dortmund am Samstag gegen Eintracht Frankfurt, erbat ein Journalist des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera von Jürgen Klopp (43) noch eine Einschätzung zu den Dortmunder Chancen in der Champions League.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 12.05.2011
Klopp: "Ohne Nuri wären wir nicht Meister geworden"

Auch Jürgen Klopp (r.) wird Nuri Sahin vermissen. Den Trainer und seinen verlängerten Arm auf dem Feld verbindet ein Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

„Jetzt, wo Nuri Sahin ja den Klub verlässt.“ Klopp holte tief Luft und sprach dann das große Loblied auf den verletzten Mittelfeldspieler, der am Montag seinen Abschied vom BVB und Wechsel zu Real Madrid verkündet hatte. Klopps Rede wurde auch zum Appell an Dortmunds Anhänger.

„Wenn einer“, meinte Klopp, „der für den BVB spielt, seit er elf Jahre alt ist, der mit 16 Profi wurde, in der Bundesliga debütierte und in den vergangenen Jahren zum Kopf dieser Mannschaft geworden ist, wenn der also mit 22 Jahren beschließt, diese neue Herausforderung zu suchen, muss man das akzeptieren. Auch wenn wir alle ihn sehr vermissen werden.“ Es sei eben nicht die Regel im Profifußball, dass ein Spieler die ganze Karriere bei einem Klub verbringt. „Das ist heutzutage eigentlich gar nicht mehr der Fall.“Eindringlich verbat sich Borussia Dortmunds Trainer jegliche Art der Unmutsbekundung: „Wir wollen ein Fest feiern, und Nuri gehört als wichtiger Bestandteil derer, die gefeiert werden, dazu.“ Und dann der Satz, der nachwirkte wie Donnerhall: „Ohne Nuri“, so Klopp, „wären wir nicht Deutscher Meister geworden!“

Schon am Montag hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc (48), der den Wechsel Sahins offiziell verkündet hatte, eine würdige Verabschiedung des Türken angemahnt. „Das gebührt der Respekt vor den Leistungen, die Nuri hier für den BVB erbracht hat.“ Es werden emotionale Momente im Signal Iduna Park. Denn vor dem Anpfiff wird der Klub neben Sahin auch den Brasilianer Dede verabschieden. Der dienstälteste Borusse verlässt den Klub nach 13 Jahren.  

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