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"Es kann doch nicht alles weg sein"

DORTMUND Borussias Profis haben sich selbst einen Maulkorb verpasst. Warum auch immer. Also redet aktuell nur einer: Trainer Thomas Doll.

"Es kann doch nicht alles weg sein"

Thomas Doll warnt vor einem sportlichen Rückfall.

Der allerdings bleibt in seinen Äußerungen auch relativ kryptisch. Einzelkritik ist ihm ein Fremdwort. Lieber spricht er, der zuletzt mehr denn je im Kreuzfeuer stand, über sein Team im Allgemeinen, fordert die Rückkehr zu Tugenden, die der BVB in dieser Spielzeit ja schon gezeigt hat.

Es klingt fast flehentlich, wenn Doll sagt: „Es kann doch nicht alles, was drei Spiele lang gut war, auf einmal weg sein.“ Am Freitag (20.30 Uhr) kommt der VfL Bochum zum „kleinen“ Revierschlager. Der Druck ist riesig. „Wir wissen ja noch wie es sich anfühlt, zu gewinnen“, sagt Doll. „Ist ja noch gar nicht lange her.“

    Den Anhängern muss es vorkommen wie eine kleine Ewigkeit. Ihnen gegenüber sieht der Trainer seine Mannschaft in der Pflicht. „Ich sehe, dass da am Dienstag zwei volle Busse nach Polen fahren, um uns zu unterstützen. Da müssen wir langsam etwas zurück geben.“ In Polen, beim 2:2 gegen Legia Warschau, kassierten die Borussen neben zwei Treffern vor der Pause, die Youngster Christopher Nöthe noch ausglich, auch eine neuerliche Hiobsbotschaft: Nelson Valdez zog sich eine Schulterblessur zu und wird gegen Bochum wohl fehlen.

Das gilt vermutlich auch für Delron Buckley (Sprunggelenk) und Mladen Petric (Muskelfaserriss), für die Dauerpatienten Alexander Frei und Sebastian Kehl ohnenhin. Bei Petric besitzt Doll zumindest einen Funken Hoffnung. Noch größer ist die Chance, dass Philipp Degen nach überstandenen Adduktorenproblemen zurück kehrt. Der oft kritisierte Schweizer täte dem Team auf der Rechtsverteidigerposition gut, zuletzt gab es dort keine Kontinuität, nur Notlösungen. Und die kann sich der BVB derzeit wahrlich nicht leisten.

  

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