Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

BVB hat endgültig Klarheit: Sahin wechselt zu Real Madrid

Pressekonferenz am Montag

Am Montag wird der Deutsche Meister Borussia Dortmund nach Informationen unserer Redaktion zu einer Pressekonferenz einladen. Dann wird Nuri Sahin seinen Abschied aus Dortmund und den Wechsel zu Real Madrid verkünden.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe und Sascha Fligge

, 07.05.2011
BVB hat endgültig Klarheit: Sahin wechselt zu Real Madrid

Gemeinsam gefeiert, nach der Saison getrennt: Nuri Sahin (l.) und BVB-Manager Michael Zorc.

Der BVB hat das Tauziehen um sein fußballerisches Gehirn verloren. Schon vorher, am Tag nach Dortmunds letzter Auswärtspartie der Saison bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky), wird der in Lüdenscheid geborene Türke mit seinem Berater Reza Fazeli (37) und den BVB-Bossen zusammenkommen. An der Entscheidung Sahins wird das Treffen nichts mehr ändern können.

Sahins Wechsel, den spanische Medien schon zu Wochenbeginn als perfekt meldeten, wird eine Ablösesumme von circa zehn Millionen Euro in die BVB-Kassen spülen –  „nur“ zehn Millionen Euro, denn Sahins Marktwert liegt nach einer Bilderbuch-Saison, in der ihn die Kicker der Bundesliga zum besten Spieler ihrer Zunft in der Hinrunde kürten, weitaus höher. Der BVB wird zum Opfer einer Klausel im Vertrag des Spielers. Im Sommer 2009 verlängerte Borussia Dortmund den Kontrakt des Spielers vorzeitig zu verbesserten Konditionen. Die darin enthaltene Klausel erlaubt Sahin einen Wechsel zu festgelegten Konditionen nach dieser Saison – für circa sechs Millionen Euro bei einem Wechsel im Inland und zehn Millionen Euro bei einem Wechsel ins Ausland. Dem kicker-Sportmagazin gestand Dortmunds KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke: „Wir waren damals nicht die schönste Braut. Heute würden wir solche Klauseln nicht akzeptieren.“

Schon am Donnerstag hatte der BVB auf die nahende Entscheidung im Fall Sahin reagiert und mit dem Nürnberger Ilkay Gündogan (20) dessen designierten Nachfolger präsentiert. Gündogan, der beim BVB einen Vierjahresvertrag bis 2015 unterschreibt und vier Millionen Euro Ablöse kostet, gilt als äußerst veranlagt – so weit wie Sahin nach seiner schon fünften Bundesliga-Saison (135 Spiele, 13 Tore, 27 Vorlagen) kann der gebürtige Gelsenkirchener Gündogan aber noch gar nicht sein. Das Spiel in Bremen gerät angesichts der Personalie Sahin und der schon feststehenden Meisterschaft zur absoluten Randnotiz. Weil Bremen noch in den Abstiegskampf verstrickt ist und mindestens noch einen Zähler zum Klasssenerhalt benötigt, wird der Auftritt des Meisters von der Bremer Abstiegskonkurrenz freilich kritisch beäugt werden. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp verspricht einen hundertprozentig motivierten BVB: „Wir schenken die Partie auf keinen Fall her!“ Marcel Schmelzer (muskuläre Probleme) signalisierte Einsatzbereitschaft.

Lesen Sie jetzt