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BVB blickt nach erster Saisonniederlage schnell wieder nach vorne - die Bayern kommen

Borussia Dortmund

Die chancenlosen Borussen zeigen sich nach dem 0:2 bei Atletico Madrid einsichtig. Die erste Niederlage der Saison soll die Mannschaft vorm Bayern-Spiel nicht verunsichern. Im Gegenteil.

Dortmund

, 08.11.2018
BVB blickt nach erster Saisonniederlage schnell wieder nach vorne - die Bayern kommen

Nur kurz am Boden: Borussia Dortmunds Torwart Roman Bürki (l.) konnte nach dem harten Aufprall gegen Atletico Madrid schnell wieder aufstehen und nach vorne schauen. © dpa

Mit dem festen Griff seiner Torhüter-Pranken umklammerte Roman Bürki ein Trikot von Weltmeister Antoine Griezmann. Doch viel mehr als dieses Andenken und Prellungen am Oberschenkel nach einem heftigen Zusammenprall konnte der BVB-Schlussmann nicht mitnehmen aus dem Estadio Metropolitano. Vor allem keine Punkte. 0:2, die erste Saison-Niederlage. Ernüchterung? Nein, eher mit glaubwürdiger Einsicht analysierten die Borussen das Ende der Serie unbesiegter Spiele.

Schmerzen bereitet die Niederlage nicht

„Atletico war die bessere Mannschaft. Es ist keine Schande, wenn man hier auswärts verliert“, sagte Bürki. Der Schweizer, der im vierten Champions-League-Spiel die ersten Gegentore schlucken musste, erhob keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Ergebnisses. „Madrid hat verdient gewonnen, damit müssen wir umgehen.“ In der Königsklasse kann sich der BVB diesen kleinen Rückschlag tabellarisch leisten, Schmerzen bereitete er nicht.

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„Dass wir irgendwann eine Niederlage kassieren würden, damit war zu rechnen“, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung. Das sei „kein Beinbruch“. Atletico verteidigte insgesamt geschickter, spielte zielstrebiger nach vorne und legte die bessere Mentalität an den Tag. Alles Punkte, in denen zuvor der BVB den Gegnern überlegen war und es auch weiter sein will.

Weniger BVB-Torgefahr gab es noch nie

In die Analyse gehen werden die Schwarzgelben mit Trainer Lucien Favre dennoch. Und untersuchen, warum sie in Madrid wörtlich chancenlos waren, wenn man den verunglückten Kopfball von Raphael Guerreiro nach gut einer Stunde nicht als ernsthafte Gelegenheit zählt. Vier Mal zielten die Borussen auf Madrids Tor, zwei Schüsse verfehlten das Gehäuse, zwei wurden abgeblockt. Weniger Torgefahr gab es nie seit der Datenaufzeichnung in der Champions League, berichteten die Statistiker.

BVB blickt nach erster Saisonniederlage schnell wieder nach vorne - die Bayern kommen

„Atlético war in der Defensive sehr, sehr gut und nach Balleroberung sehr gefährlich. Wir haben zu viele Bälle verloren, und sie haben sehr schnell gekontert.“ - Lucien Favre © imago/Eibner

Zwei Drittel der Zeit in Ballbesitz, mehr als doppelt so viele Pässe gespielt wie der Gegner – Ausdrücke einer Dortmunder Scheinüberlegenheit, der jede Zielstrebigkeit und Effizienz fehlte. Schicht, weil Madrid in allen Bereichen stärker war. „Wir hatten den Ball, aber nur in Bereichen, wo es uns nicht geholfen hat. Auf den Außenbahnen, wo wir den Unterschied ausmachen wollten, hatten wir ihn nicht“, so Kehl. Favre hatte Geduld gefordert und gepredigt, keine Ballverluste zu riskieren. Vergeblich. Doch auch nach einer der schwächsten Saisonleistungen galt: „Eine Niederlage, das kann passieren; es ist nur ein Fußballspiel.“

Bürki: „Die Sinne geschärft“

Um das Nervenkostüm der Borussen müsse man sich keine Sorgen machen, bestätigte der diesmal ungewohnt fahrige Manuel Akanji, die Niederlage habe in Sachen Selbstvertrauen „keinen Knacks“ verursacht. Es gelte, daraus die richtigen Lehren zu ziehen und sich nicht verunsichern zu lassen, sagte Kehl. Und in Bürkis Aussage steckte viel mehr als Zweckoptimismus, als der Keeper die Hoffnung aussprach, das Spiel bei Atletico habe „die Sinne geschärft“ und die Spieler „auf den Boden der Realität“ zurückgebracht. Nicht, dass jemand gedanklich abgehoben habe, so sei das nicht gemeint, versicherte er. Doch in Madrid habe der BVB schlicht „nicht das gezeigt, was uns die letzten Wochen ausgezeichnet hat. Das war nicht so richtig zu erkennen.“

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Champions League, 4. Spieltag: Atletico Madrid - BVB 2:0 (1:0)

06.11.2018
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Atletico Madrid und Borussia Dortmund.© dpa
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Atletico Madrid und Borussia Dortmund.© dpa

Dass nach dem turbulenten Durchstarter beim Landeanflug am Montag auch der Rückflug mit eineinhalbstündiger Verspätung begann wegen fehlender Bordpapiere, passte ins Gesamtbild einer unrunden Reise. In Dortmund strahlte dafür, anders als im nasskalten Südeuropa, wieder die Sonne. Und so soll es aus BVB-Sicht auch weitergehen.

Topspiel gegen Bayern München

Schließlich folgt „in dieser intensiven Woche“ (Mario Götze) noch das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern am Samstag. Verliert der BVB nicht gegen die Münchner, bleibt alles im grünen Bereich. Im Klaren waren sich die Borussen darüber, dass der Konkurrent aus München eine andere Spielanlage zeigen wird als Atletico. „Die Bayern“, vermutet Akanji, „werden uns das Feld nicht so einfach überlassen.“ Aus dem Topspiel will der BVB mehr mitnehmen als Andenken.

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