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BVB bestreitet Benefizspiel gegen "Team Japan"

Schwarzgelbe Hilfe

Fünf Jahre lang lebte Shinji Kagawa in der Region Japans, die bei der Erdbebenkatastrophe am 11. März und der anschließenden Tsunami-Welle am stärksten verwüstet wurde. Freunde des BVB-Mittelfeldspielers waren direkt betroffen, müssen noch heute mit den schlimmen Folgen leben. Von ersten Tag an wollte Kagawa helfen, nächste Woche geht sein Wunsch in Erfüllung.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 10.05.2011
BVB bestreitet Benefizspiel gegen "Team Japan"

Der Evonik-Bundesligabeauftragte Lutz Dreesbach (l.) versprach Carsten Cramer (r.), Marketingdirektor des BVB, und Shinji Kagawa eine Million Euro als »Startkapital«.

Gemeinsam mit Evonik, dem Hauptsponsor des neuen deutschen Meisters Borussia Dortmund, und seinem Klub stellte der 22-Jährige ein Benefizspiel auf die Beine, das am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) im Duisburger Stadion die Spendenkasse für sein Heimatland füllen soll.

In Bestbesetzung tritt die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp gegen ein aus japanischen Kickern aus Europas Topligen zusammengestelltes „Team Japan“ an, trainiert vom deutschen Japan-Kenner Pierre Littbarski. Auch Kagawa wird dann gegen den Ball treten. „Und das hoffentlich für mehr als 20 Sekunden“, wie sich BVB-Marketingdirektor Carsten Cramer wünschte. Kagawa selbst verbreitete Zuversicht, vielleicht sogar schon am Samstag beim abschließenden Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) auf den Rasen zurückkehren zu können. „Wir sind in Absprache mit dem japanischen Operateur zu dem Schluss gekommen, dass mein Fuß mittlerweile belastbar ist“, sagte der BVB-Shootingstar der Hinrunde. „Die Konsequenz daraus ist, dass ich auch spielen kann. Aber die Entscheidung liegt natürlich beim Trainer.“

Sollte Klopp den Daumen heben, würde Kagawa am Dienstag im Spiel gegen seine Landsleute im schwarzgelben Trikot auflaufen. „Auch wenn es uns lieber wäre, er würde in dem anderem Team spielen“, scherzte BVB-Mediendirektor Josef Schneck, „dann könnten wir uns sicher sein, dass er nicht gefoult wird.“ Als „Dank an die tolle Unterstützung“ (Cramer) hat der BVB die Ticketpreise für den Benefizkick bewusst niedrig (fünf bis 20 Euro) angesetzt. Die Spendenkasse dürfte am Dienstagabend dennoch außerordentlich gut gefüllt sein. „Wir haben uns entschieden, ein ‚Startkapital‘ von einer Million Euro in den Topf zu legen“, verriet Lutz Dreesbach, der Bundesliga-Beauftragte von Evonik. Das Geld soll einem Projekt mit nachhaltiger Wirkung zugute kommen. „Etwa dem Aufbau eines Kinderkrankenhauses.“

Der Essener Mischkonzern versteht die Partie auch als Kompensation für eine ursprünglich für den Mai geplante einwöchige Japan-Reise des BVB, die angesichts der Katastrophe abgesagt werden musste. „Der Besuch eines Fußballspiels hat für die Menschen dort im Moment keine große Bedeutung“, begründete Dreesbach die Absage. Die Reise solle jedoch im nächsten Sommer nachgeholt werden.

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