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BVB-Neuzugang legt einen ansprechenden Start hin

Akanji beweist sich als Teamplayer

Ende Januar legt der BVB rund 20 Millionen Euro für Manuel Akanji auf den Tisch. Der 22-Jährige ist eine Investition in die Zukunft, aber auch eine Soforthilfe - wie sich schnell zeigt.

DORTMUND

von Dirk Krampe

, 10.06.2018
BVB-Neuzugang legt einen ansprechenden Start hin

Manuel Akanji gehört beim BVB die Zukunft in der Innenverteidigung. © imago

Ähnlich wie jetzt beim Wechsel von Thomas Delaney brauchte Borussia Dortmund auch im Winter einen langen Atem und einen kühlen Kopf. Nachdem der BVB offiziell beim FC Basel sein Interesse an Manuel Akanji hinterlegt hatte, zog der Preis für den Schweizer Nationalspieler an.

Zunächst ist Geduld gefragt

Zwischenzeitlich drohte der Transfer zu platzen, dann einigte man sich schließlich doch noch bei einer Ablöse von knapp über 20 Millionen Euro - eine Größenordnung, die mittlerweile keine ungewöhnliche Ausnahme mehr bildet in der Bundesliga. Bis 2022 ist der 22-Jährige nun an die Borussia gebunden. Eine Investition in die Zukunft, aber auch eine Soforthilfe, wie sich zeigen sollte.

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Doch zunächst brauchte er Geduld. Akanji reihte sich als Nummer drei bei den Innenverteidigern hinter Sokratis und Ömer Toprak ein, er stand wenige Tage nach seiner Verpflichtung beim Spiel in Berlin erstmals im Kader. Dort spielte er ebenso wenig wie im folgenden Heimspiel gegen den SC Freiburg. Sein BVB-Debüt feierte Akanji am 2. Februar beim 3:2 in Köln, als er drei Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde.

Aufmerksames Verteidigungsspiel

Zehn Einsätze über die vollen 90 Minuten kamen im Verlauf der Rückrunde hinzu. Akanji zeigte sein Potenzial: Defensiv abgeklärt, robust im Zweikampf, wo er 59 Prozent seiner Duelle gewann. Damit lag er noch deutlich hinter den beiden Mitstreitern Toprak und Sokratis, die jeweils 68 Prozent ihrer Duelle für sich entscheiden konnten.

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Seine Stärke resultiert aber aus der Kombination von aufmerksamem Verteidigungsspiel und solider Spieleröffnung. Akanji kann mit dem Ball am Fuß etwas anfangen, er lässt sich vor allem auch in Stresssituationen nicht aus der Ruhe bringen. Seine Durchschnittsnote von 3,30 war am Ende die beste unter den Dortmunder Innenverteidigern - die ersten sechs Monate verliefen für ihn persönlich äußerst vielversprechend.

Nicht für die Europa League gemeldet

Akanji zeigte sich als echter Teamplayer. Er bewies Geduld, bis die Eingewöhnung abgeschlossen war, und er seine Chance bekam. Er demonstrierte auf dem Platz, wie sehr er die Aufgabe beim BVB als große Gelegenheit versteht. Er murrte auch nicht, als der BVB ihn nicht auf die Meldeliste für die Europa League setzte und Michy Batshuayi vorzog. Dabei hatte Akanji in Basel in sechs Gruppenspielen der Champions League seinen Mann gestanden.


Ausblick: Akanji wird nach dem wahrscheinlichen Abgang von Sokratis zum FC Arsenal in der Hierarchie der Innenverteidiger weiter aufrücken und darf damit rechnen, Stammplatz-Anwärter zu sein - auch wenn der BVB den Verlust von Sokratis auf dem Transfermarkt korrigieren und noch einen Nachfolger präsentieren wird. Der Schweizer hat das Zeug zu einem Leadertypen in dieser Mannschaft.

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