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3:3 in Verl - BVB "verbaselt" Sieg in der Schlussphase

DORTMUND Fußball-Regionalligist Borussia Dortmund musste sich am Samstag mit einem 3:3 (2:1) beim gastgebenden SC Verl begnügen. Leichtsinn und überzogene Lässigkeit in der Schlussphase machten eine 3:1-Führung des BVB noch zunichte. Damit verlor der BVB auch seine Tabellenführung an den 1. FC Kaiserslautern II.

von Von Harald Gehring

, 04.10.2008

Die Borussen schienen zunächst auf dem besten Weg, ihren zweiten Auswärtssieg in Serie einfahren zu können. Schwarzgelb dominierte das Geschehen, nicht zuletzt auch dank einer bestens aufgelegten Abwehr um Uwe Hünemeier, der Verls Torjäger Christian Knappmann vollständig neutralisierte.  Nach Toren von Yasin Öztekin (20.), der mit seinem sehenswerten Schuss in der Torwinkel das 1:0 für den BVB markierte, Denis Omerbegovic (41.), der mit seinem abgefälschten Schuss Verls Schlussmann Kalintas überwand, und Damir Vrancic (72.), der einen Strafstoß - Foul an Tyrala - sicher verwandelte, führten die Borussen bereits 3:1. Aber selbst diese komfortable Führung reichte dem BVB in Verl nicht.

Eine konfuse Schlussphase, die Verls Andreas Saur mit seiner Gelb-Roten Karte (77.) einleitete, brachte die Dortmunder im westfälischen Duell noch um den Erfolg. Der SC-Spieler hatte angesichts der sich abzeichnenden Verler Niederlage unüberhörbar die Entscheidungen von Schiedsrichter Marc Seemann kritisiert. So lange, bis dieser die Kartons zückte. Verls numerische Unterzahl half dem BVB jedoch nicht. Die Borussen, die sich schwer taten, zum eigenen Kombinationsspiel zu finden - alle BVB-Treffer resultierten aus Standard-Situationen -, verlegten sich jetzt gegen die stürmisch angreifenden Hausherren aufs Konterspiel. Und hätten dabei eine reiche Ernte einfahren können.

  Die erste Riesenchance vergab Tyrala noch vor Saurs Platzverweis. Er stürmte nach Julian Kochs Pass frei auf Verls Torhüter Kalintas zu, scheiterte aber kläglich (73.). Nur sieben Minuten später das Verler Anschlusstor zum 2:3 durch Waldemar Jurez, der Kochs zu kurze Abwehr dankend aufnahm und einschoss. Die Borussen hielten dagegen, hatten weitere Chancen durch Denis Omerbegovic (84.), der nach Vorarbeit von Yasin Öztekin und Christopher Kullmann das Tor verpasste, und schließlich Nico Hillenbrand (85.), der an SC-Schlussmann Kalintas scheiterte. Mit einem einzigen kurzen Querpass hätte er den mitgelaufenen Damir Vrancic, der sich neben Hünemeier die Bestnoten beim BVB verdiente, einsetzen können. Er tat es aber nicht, die Nerven lagen blank.

Einziger Nutznießer war der SC Verl. Drei Minuten vor Spielschluss versäumte es Hillenbrand, den Ball aus der eigenen Hälfte zu schlagen. Die Folge war fatal. Eine lange Verler Flanke nahm Marco Kaminski auf und hämmerte den Ball unhaltbar für BVB-Torhüter Lukas Kruse zum 3:3 in die Maschen. Aus der Traum vom zweiten BVB-Auswärtssieg in Folge. Und die Tabellenführung war auch futsch.

Kruse - Hille, Hünemeier, Koch, Hillenbrand - Tyrala (88. Piossek), Gordon, Vrancic, Öztekin - Kullmann, Omerbegovic

: 0:1 Öztekin (20.), 1:1 Uilacan (23.), 1:2 Omerbegovic (41.), 1:3 Vrancic (72.), 2:3 Jurez 880.), 3:3 Kaminski (87.)

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