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Letztes Heimspiel! Barna und Kramer nehmen Abschied

BVB-Frauen empfangen den Deutschen Meister

Ildiko Barna nimmt Abschied. Gegen Thüringen sitzt die BVB-Trainerin ein letztes Mal in eigener Halle auf der Bank. Auch Stella Kramer verlässt den Klub.

DORTMUND

, 11.05.2018
Letztes Heimspiel! Barna und Kramer nehmen Abschied

Wenn Ildiko Barna am Samstagabend um kurz vor 18 Uhr die Sporthalle Wellinghofen betritt, wird die BVB-Trainerin es genauso handhaben wie in den vier Jahren zuvor: Umziehen in der Kabine, Austausch mit den Co-Trainern, eine kurze Taktikbesprechung, ehe es rausgeht aufs Feld, vor die eigenen Fans, wo sich ihre Spielerinnen aufwärmen und Barna selbst noch einmal den Gegner beobachtet.

„Natürlich wird mich das berühren“

Es sind Routine-Handlungen, die einem „nicht zu viel Zeit zum Nachdenken“ geben, sagt die Ungarin. Das sei ihr wichtig, denn die Gefahr, diesmal vielleicht doch etwas zu viel nachzudenken und sogar Sentimentalitäten Raum zu geben, ist groß vor dem Duell mit dem Thüringer HC (19.30 Uhr, Sporthalle Wellinghofen). Die Bundesliga-Partie gegen den Deutschen Meister ist Barnas letztes Heimspiel als Trainerin von Borussia Dortmund.

„Natürlich wird mich das berühren“, sagt sie. Vier intensive und über weite Strecken erfolgreiche Jahre sind nicht spurlos an der 57-Jährigen vorbeigegangen. Auch wenn sie sich ob der relativ frühen Entscheidung des Vorstands, den Weg mit ihr trotz gültigen Vertrags nicht weitergehen zu wollen, etwas länger darauf vorbereiten konnte. „Der Abschied von den eigenen Fans wird sicherlich sehr emotional“, sagt Barna. Sie sei ohnehin keine große Freundin solcher Situationen. Daher wolle sie es gerne „kurz und am liebsten schmerzlos“ halten.

Hochprofessionelle Mannschaft

Ihr größter Wunsch für den Abend ist ein Sieg gegen Thüringen, um zumindest theoretisch die Chance auf das internationale Geschäft zu wahren. Dass die Gäste nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gegen den Tabellenfünften auch nur einen Prozent weniger geben wird, glaubt die Trainerin derweil nicht. „Das ist eine hochprofessionelle Mannschaft, die immer gewinnen will. Wir wollen uns aber mit einer starken Leistung von unseren Zuschauern verabschieden“, so Barna. „Wofür das dann reicht, wird man sehen.“

Abschied nehmen heißt es auch für Annamaria Ferenczi, Mandy Burrekers, Emilia Galinska, Irene Espínola Perez und - das kommt ein wenig überraschend - Rechtsaußen Stella Kramer. „Der Vorstand hat mir keinen Vertrag für die Bundesliga-Mannschaft vorgelegt“, bestätigt die 29-Jährige am Freitag. „Ich hätte gerne weiter für dieses Team gespielt, daher bin ich sehr traurig, dass es nicht geklappt hat.“

„Das liegt mir am Herzen“

Zu den Gründen, warum es keine Offerte des Vereins gegeben hat, wollen sich weder die Nationalspielerin, die seit 2009 das Trikot der Schwarzgelben trägt, noch der Vorstand äußern. Kramer sagt nur: „Ich möchte mich jetzt ordentlich von den Fans verabschieden, das liegt mir am Herzen.“

Personell hat der BVB bereits reagiert. Aus Neckarsulm kommt Linda Mack. Die 26 Jahre alte Linkshänderin kann sowohl im Rückraum rechts wie auch auf Rechtsaußen spielen. Zudem erhielten die Toptalente Dana Bleckmann und Leonie Kockel Verträge für die neue Saison.