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BVB-Handballerin im Interview

Müller: Wenn ich verletzungsfrei bleibe, kommt da noch was

Dortmund Handball-Nationalspielerin Caroline Müller bindet sich langfristig an Borussia Dortmund. BVB-Abteilungsvorstand Andreas Bartels und Müller sprechen im Interview mit Oliver Brand über Ziele, die Entwicklung und die Sommerpause.

Müller: Wenn ich verletzungsfrei bleibe, kommt da noch was

Caro Müller (l.) hat in dieser Saison den Sprung zur Leistungsträgerin beim BVB gemacht. Foto: Stummbillig

Caro Müller, Sie sind vor einem Jahr mit einer gewissen Skepsis nach Dortmund gekommen. Zumindest was die Stadt betrifft - jetzt haben Sie gleich bis 2021 verlängert. Haben Sie die Stadt kennen- und lieben gelernt?
Müller: Zum einen die Stadt. Denn Dortmund ist gar nicht so unattraktiv, wie ich früher vielleicht mal gedacht habe (lacht). Es gibt richtig schöne Ecken, und ich fühle mich mittlerweile sehr wohl hier. Dazu kommt natürlich auch der Verein. Es passt sowohl sportlich wie auch privat.


Der Vorstand ist auf Sie zugekommen, um zu verlängern. Waren Sie überrascht?
Müller: Ein wenig schon, mit meinem Berater hatte ich noch gar nicht über dieses Thema gesprochen. Als das Angebot dann kam, waren wir uns aber relativ schnell einig und sicher, dass das eine gute Entscheidung wäre.
Bartels: Bei Caro Müller hatten wir sehr früh das Gefühl, dass sie sich auf das Projekt Borussia Dortmund einlässt. Sie hat eine gewisse Persönlichkeit, die für das gesamte Team und für unsere Zukunft sehr wichtig ist. So hat man trotz leichter Anlaufschwierigkeiten bereits früh gesehen, dass bei ihr noch viel möglich ist. Wir setzen darauf, dass sie künftig noch mehr Verantwortung übernimmt und unsere Mannschaft führen wird.


Drei Jahre sind eine relativ lange Vertragslaufzeit. Was sind die Gründe dafür?
Müller: Mein Vertrag wäre 2019 ausgelaufen. Also ein Jahr vor den Olympischen Spielen, die mein Ziel sind. Durch die Verlängerung stehe ich nun nicht mehr vor der Entscheidung, möglicherweise ein Jahr davor wechseln zu müssen. Zumal ich in dieser Saison auch gemerkt habe, wielange es dauert, bei einem neuen Verein vollständig anzukommen. Außerdem gibt es in der Liga nicht viele Vereine, die attraktiver sind als Dortmund. Hier hat man die finanziellen Mittel, um oben mitspielen zu können. Und man hat eine Mannschaft, die dies in diesem Jahr vielleicht noch mehr hätte tun können, als wir es gezeigt haben.

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Stichwort Olympia: Derzeit stehen Sie im Reservekader der Nationalmannschaft. Beim Sieg gegen Thüringen war Bundestrainer Henk Groener in der Halle. Haben Sie mit ihm gesprochen?
Müller: Nein, er hat uns nur kurz zu unserem Sieg beglückwünscht. Ich weiß, dass ich derzeit nur Reserve bin. Der Bundestrainer hat einen guten Kader und eine große Auswahl. Daher ist es absolut okay. Wenn man dazugehören möchte, muss man das über Leistung zeigen.


Wie nah sind Sie dran?
Müller: Ich bin jetzt im 20er-Kader. Es kommen ein paar Verletzte zurück. Aber wenn ich an die letzten Spiele anknüpfe, dann sollte es in die richtige Richtung gehen.
Bartels: Ich glaube schon, dass Caro große Chancen hat, eine feste Größe in der Nationalmannschaft zu werden. Es gibt derzeit sicherlich noch Konstellationen, die es ein Stück weit schwierig machen. Aber ich bin überzeugt davon, dass sie spätestens nach der Europameisterschaft im Winter zum Kader gehören wird.


Vor der Saison haben Sie gesagt, beim BVB den nächsten Schritt machen zu wollen. Haben Sie ihn gemacht?
Müller: Anfangs hatte ich sicherlich ein paar Schwierigkeiten. Aber insgesamt ist mir das ganz gut gelungen, denke ich. Nach der Zeit bei der Bundeswehr (Müller trat zum 1. September in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf an, Anm. d. Red.) hat mir das Training, hat mir die Mannschaft gutgetan.

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Wie weit sehen Sie sich in Ihrer Entwicklung?
Müller: Wenn ich verletzungsfrei bleibe, kommt da noch ein bisschen was. Mein Ziel ist es, das ab Sommer auch abzurufen.


Wo sehen Sie Luft nach oben?
Müller: Zum einen im Abwehrverhalten. Wir haben in diesem Jahr sehr viel den Angriff/Abwehr-Wechsel gemacht mit Mira Emberovics. Das hat gut funktioniert, ist aber immer auch eine Hemmschwelle, vor allem im Tempospiel nach vorne. Und ich muss daran arbeiten, selbst den Abschluss zu suchen.


Sie haben angedeutet, dass in dieser Saison nach oben hin vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Woran hat es gelegen, dass es nicht so gekommen ist?
Müller: An zu vielen Punkten, die wir in Spielen unglücklich liegengelassen haben, in denen wir zwischenzeitlich aber auch schlecht gespielt haben. Leverkusen, Blomberg, Göppingen. Das waren schon einige Spiele, die man nicht hätte verlieren müssen. Zudem waren wir anfangs vielleicht noch nicht so eingespielt wie erhofft. Am Ende hat man gesehen, was möglich ist.


Hat auch die Situation um Trainerin Ildiko Barna, die nach der Saison gehen muss, eine Rolle gespielt?
Müller: So ganz ausblenden kann man das sicher nicht.
Bartels: Andererseits muss man aber auch sagen, dass die Mannschaft nach der internen Bekanntgabe nur zwei von zwölf Spielen verloren hat. Aber ich bin generell bei Caro, dass wir die PS, die wir hätten auf die Straße bringen können, nicht dauerhaft auf die Straße gebracht haben. Wir sind nicht konstant genug gewesen - woran das am Ende auch gelegen haben mag.


Jetzt steht die Sommerpause an. Sie reisen gerne, um die Welt zu entdecken. Wohin geht’s diesmal?
Müller: Erst nach Rom, und dann drei Wochen nach Thailand, Laos und Kambodscha.


Was reizt Sie so an der Ferne?
Müller: Das Kennenlernen anderer Kulturen. Ich bin auch gar nicht so der „Sonnenbader“, sondern eher Aktiv-Reisende. Irgendwann mal möchte ich die ganze Welt kennenlernen. Aber das wird wohl eher nach meiner aktiven Zeit passieren (lacht).


Hilft das Reisen auch, den Kopf nach einer langen Saison freizubekommen?
Müller: Ganz abzuschalten, ist immer schwierig. Aber es hilft, neue Energie zu tanken. Und es ist wichtig, mal aus dem normalen Umfeld rauszukommen. Sonst fährt man immer weiter, und irgendwann ist man dann müde.

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