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Für die Galerie

DORTMUND 38:18 – sicherlich kein alltägliches Ergebnis im Handball. Borussia Dortmunds Fans bekamen dieses Resultat am Samstag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr serviert.

von Von Thomas Rellmann

, 11.11.2007
Für die Galerie

Zuzana Porvaznikova: Keine OP, aber längere Pause.

Im Februar hatte der spätere Meister 1.FC Nürnberg den BVB in dessen Halle noch in der 1. Liga mit 20 Toren Unterschied gedemütigt. Knapp neun Monate später schossen die Schwarzgelben nun das bedauernswerte Schlusslicht vom TV Oyten ab. Diesmal eine Klasse tiefer. Nürnberg und Oyten – das sind zwei völlig verschiedene Welten.

Kleine Galavorstellung

Immerhin nährten die Dortmunder Frauen mit einer kleinen Gala vor der Pause die sehnsüchtige Hoffnung des Publikums, dass in der nächsten Saison wieder häufiger Kaliber wie die Franken in Wellinghofen zu Gast sind.

Keine Frage, der Neuling aus dem Norden war alles andere als ein Maßstab und wird sich kaum in der 2. Liga halten können. Mit technischen Fehlern en masse offerierte der Gast dem BVB viele Gegenstoßtreffer auf dem Silbertablett. Borussia startete mit einem Torfeuerwerk, führte nach acht Minuten mit 8:2. Diese Quote war natürlich nicht zu halten, doch vor dem Seitenwechsel gab es wenig zu bemängeln. Das sah auch Trainer Thomas Happe so: „Für mich gibt es heute nicht viel zu meckern. Wir haben erfüllt, was wir uns vorgenommen haben.“

Schöne Spielzüge

In der Tat: Für die Zuschauer war es eine unterhaltsame Begegnung. Schön anzusehende Spielzüge, konsequenter Abschluss, Tempo, Feuer, Spaß am Sport. Gerade die quirligen Kim Abdoelhafiezkhan und Miranda Robben sorgten mit ihrer Schnelligkeit  für Oytener Schwindelgefühle. Kritikpunkt: In mancher Szene übertrieb es der BVB mit der Zauberei. Doch wenn nicht in dieser Partie, wann dann für die Galerie spielen?

Die Gäste rafften sich nach dem Wechsel auf, profitierten auch davon, dass Dortmunds Kraft nachließ, da nur Marieke Köhler und Linda Barz als echte Alternativen parat standen. Vom TV-Rückraum ging null Gefahr aus, lediglich außen und am Kreis offenbarte die Happe-Elf einige Lücken. Die ermöglichten immerhin Ersatztorfrau Rebekka Titze, sich mehrfach auszuzeichnen. „Ein dickes Lob“, sprach Happe der Keeperin aus – genau wie dem gesamten Team.

Kaum aussagekräftig

Das Zuckerbrot hatte sich die Truppe verdient. Doch Happe weiß, dass nun ganz andere Rivalen auf den BVB warten: „Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft vernünftig auf die Play-Offs vorzubereiten.“ Dieses Schützenfest war ein ansehnlicher, aber kaum aussagekräftiger Schritt in diese Richtung.