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BVB-Handballerinnen brauchen Derby-Sieg gegen Leverkusen

Woltering gesperrt

Die BVB-Handballerinnen wollen den Kontakt zur oberen Tabellenregion wahren. Gegen Bayer Leverkusen muss daher ein Sieg her. Bitter für die Borussia: Deutschlands Handballerin des Jahres muss aussetzen.

DORTMUND

, 09.02.2018
BVB-Handballerinnen brauchen Derby-Sieg gegen Leverkusen

Jetzt zählt’s für die Handballerinnen von Borussia Dortmund: Mit dem letzten Spiel der Hinrunde gegen Bayer Leverkusen am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Wellinghofen) beginnen für den BVB die vielleicht entscheidenden Wochen der Bundesliga-Saison.

Entscheidendes Spiel

„Wenn wir noch oben mitmischen wollen, müssen wir gegen Leverkusen und danach gegen Nellingen und Bensheim gewinnen“, sagt Dortmunds Spielmacherin Alina Grijseels mit Blick auf die Tabelle. Die Werkselfen, bei denen Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk in dieser Woche ihr Karriereende angekündigt hat, liegen mit 13:11 Punkten derzeit einen Rang vor den Schwarzgelben (12:12) auf Platz sieben.

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„Ein Sieg ist für uns daher extrem wichtig“, so Grijseels. Auch, weil der anvisierte vierte Platz, den aktuell der Buxtehuder SV einnimmt, lediglich drei Punkte entfernt ist. „Alles ist mega eng.“

Grijseels befreit

Die 21-Jährige hatte zuletzt für gute Nachrichten bei Borussia Dortmund gesorgt und ihre mündliche Zusage für eine weitere Saison im Trikot der Schwarzgelben gegeben. Grijseels sagt, dass sie jetzt, wo Klarheit herrscht, „befreiter“ aufspielen könne. So habe sie die ungewisse Vertragssituation in den vergangenen Wochen zumindest teilweise „beschäftigt. Ich bin einfach froh, dass jetzt eine Entscheidung gefallen ist“. Auch ihre Trainerin, Ildiko Barna, freut sich über Grijseels Ja zum BVB, will den Fokus vor dem Leverkusen-Spiel aber auch nicht zu sehr auf diese eine Personalie legen. „Wir müssen als Mannschaft auftreten und unser Potenzial voll abrufen, denn gegen Leverkusen wird es wahnsinnig schwer“, warnt Barna vor dem Derby.

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So gastiert mit Leverkusen ein unangenehmer Gegner in der Halle Wellinghofen, der weniger über die individuelle denn die mannschaftliche Qualität kommt. Das Team von Trainerin Renate Wolf setzt auf Tempo und eine schnelle Mitte. Nach dem Ausfall von Rückraum-Ass Jennifer Rode (Kreuzbandriss) waren zuletzt allerdings vornehmlich Kreisläuferin Jenny Karolius und Sally Potocki (Rückraum) für Tore verantwortlich.

Defensiv wieder stabil

Selbstvertrauen ziehen die Dortmunder Spielerinnen vor allem aus den Topspielen gegen den Thüringer HC (24:28) und die SG BBM Bietigheim (26:26). Zwar ergatterte der BVB nur einen von vier möglichen Punkten. „Aber wir haben wirklich sehr, sehr gut gespielt“, sagt Grijseels. Vor allem die über weite Strecken zurückgewonnene Defensivstabilität macht den Schwarzgelben Mut. „Daran müssen wir anknüpfen und noch ein Stück weit aggressiver zu Werke gehen“, erklärt Barna.

Bitter für den BVB: Torhüterin Clara Woltering wird nach ihrer Roten Karte am Samstag gegen Bayer fehlen. „Mit tut es für die Mannschaft leid“, sagte Deutschlands frisch gekürte Handballerin des Jahres. Eine Erklärung dafür, warum sie sich nach einem Bietigheimer Siebenmeter zu einer obszönen Geste hat hinreißen lassen, hat Woltering auch eine Woche danach noch nicht. „Eigentlich geht Fair Play für mich über alles. Aber die Mädels werden es auch ohne mich schaffen.“

Ferenczi im Tor

Statt der 34-Jährigen wird nun Annamaria Ferenczi, die Dortmund zum Saisonende verlassen wird, das BVB-Tor hüten. „Natürlich ist Claras Ausfall bitter, gerade wegen ihrer Erfahrung und Ausstrahlung“, sagt Alina Grijseels, „aber Annamaria ist eine sehr gute Torhüterin, auf die wir uns immer verlassen können.“ Auch Barna macht sich keine Sorgen, ob der Leistungsfähigkeit Ferenczis. „Annamaria genießt unser Vertrauen und wird ihre Sache wie immer gut machen.“