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Diese Arbeiten laufen an der Borker Lippebrücke, obwohl niemand zu sehen ist

dzLippebrücke Bork

Seit Ende Februar ist die Lippebrücke zwischen Bork und Waltrop halbseitig gesperrt. Autofahrer wundern sich, dass sie dort niemanden sehen, der arbeitet. Das hat einen simplen Grund.

Bork

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Es sind Sanierungsarbeiten an den Übergängen von der Brücke zur Fahrbahn sowie die Erneuerung von Brückenlagern, die seit Ende Februar dafür sorgen, dass Verkehrsteilnehmer Geduld haben müssen, wenn sie die Brücke auf der Waltroper Straße auf Selmer Gebiet und der Borker Straße auf Waltroper Gebiet passieren möchten.

Die Geduld werden sie auch noch bis Ende März haben müssen. Dann soll die Brücke wieder auf beiden Fahrbahnseiten befahrbar sein. „Nach dem aktuellen Kenntnisstand“, schränkt Martin Parkner, Projektingenieur beim Landesbetrieb Straßenbau.NRW (Straßen.NRW), ein. Der Landesbetrieb ist Auftraggeber für die Arbeiten. Ausführende Firma ist die Heinrich Send GmbH in Zusammenarbeit mit der Firma BSG Gesellschaft für Straßenverkehrssicherung mbH.

Rad- und Fußweg wieder frei

Zurzeit ist die östliche Fahrbahn der Brücke befahrbar, während die westliche Fahrbahnseite gesperrt ist. Zunächst war auch der Rad- und Fußweg entlang der Brücke auf der Westseite gesperrt. Radler und Fußgänger wurden durch Absperrbaken auf der westlichen Fahrbahn über die Brücke geführt.

Mittlerweile ist der Rad- und Fußweg wieder frei. Geplant war, dass Mitte März die östliche Fahrbahnseite gesperrt und der Verkehr halbseitig über die westliche Fahrbahnseite geführt wird. „Das kann sich um eine Woche verzögern“, berichtete am Freitag, 15. März, Martin Parkner. Der Grund: „Die ausführende Firma will erst die Arbeiten an den Brückenlagern zu Ende bringen, ehe dann die andere Fahrbahnseite gesperrt wird.“

Lager wiegen mehrere hundert Kilo

Was genau sind das eigentlich für Arbeiten an den Lagern? Auf ihnen liegt die Brücke auf, wie Parkner erklärt. Sie werden nach und nach ausgetauscht, also durch neue ersetzt. „Diese Lager wiegen einige Hundert Kilo. Die kann man nicht mal eben so einbauen“, sagt der Projektingenieur.

Und dann kommt auch das Wetter ins Spiel: Das schlechte Wetter in den Tagen zuvor habe die Arbeiten verzögert, sagt Martin Parkner. Lager und Überbau müssten mit flüssigem Metall so verbunden werden, dass alles stabil sei. „Das benötigt gewisse Aushärtezeiten“, führt der Mitarbeiter von Straßen.NRW aus. Bei kalten Temperaturen wie derzeit härte das Material langsamer aus als bei wärmeren Temperaturen.

Zurzeit liege die Brücke auf provisorischen Stützen, damit die Brücke für die Bauarbeiten nicht komplett gesperrt werden muss.

Arbeiten laufen meistens unter der Brücke

Das alles klingt nach jeder Menge Arbeit. Leser Claus Michael Andreas hat da eine andere Wahrnehmung, wie er der Redaktion schreibt: „Der Rückstau am späten Nachmittag kann sich sehen lassen: Er geht auf der Borker Straße des öfteren bis zur Star-Tankstelle zurück und kann gut zehn Minuten kosten. Ich habe auf dieser Baustelle allerdings weder morgens noch abends auch nur einen einzigen Bauarbeiter gesehen. Das ist – so muss ich es sagen – gegenüber allen Autofahrern einfach nur unverschämt.“

Mit dieser Aussage hat die Redaktion Martin Parkner konfrontiert. Seine Antwort: „Die Lager befinden sich unter der Brücke. Würde man die Treppe runter gehen, würde man Arbeiter sehen.“

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