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Zwischen Aufbruch und Abschied: DHB-Frauen wollen zur EM

Alytus/Litauen. Nach der enttäuschenden Heim-WM wollen die deutschen Handballerinnen mit neuem Trainer und vielen neuen Gesichtern den Sprung zur Europameisterschaft perfekt machen. In den abschließenden Qualifikationsspielen stehen ein junges Duo und ein Oldie im Fokus.

Zwischen Aufbruch und Abschied: DHB-Frauen wollen zur EM

Will das EM-Ticket mit Deutschlands Handball-Frauen lösen: Bundestrainer Henk Groener. Foto: Marijan Murat

Emily Bölk schickte nach der Ankunft in Litauen via Twitter noch schnell einen fröhlichen Gruß in die Heimat, dann stürzte sie sich mit den deutschen Handballerinnen voller Feuereifer in die Vorbereitung auf den Endspurt um die EM-Tickets.

Mit einem Sieg beim Gruppenletzten an diesem Donnerstag (18.00 Uhr) in Alytus will die DHB-Auswahl die Teilnahme an der Europameisterschaft Ende des Jahres in Frankreich vorzeitig perfekt machen und sich vor dem abschließenden Heimspiel gegen die Türkei am Samstag in Gummersbach von jeglichem Druck befreien.

„Das Ziel ist klar: Wir wollen in den beiden Spielen die EM-Qualifikation perfekt machen“, sagte Bundestrainer Henk Groener. „Außerdem sind die zwei Partien wichtig, dass wir uns weiter einspielen und die Abläufe optimieren.“ Mit 5:3 Punkten belegt die DHB-Auswahl in der Gruppe 6 derzeit den zweiten Platz, der zur Endrundenteilnahme reicht. Davor rangiert Spanien (6:2), dahinter folgen die Türkei (3:5) und Litauen (2:6).

Die Hoffnungen im Rückraum ruhen vor allen auf Bölk und Alicia Stolle, die im März beim Länderspiel-Doppelpack gegen Spanien (33:24, 23:27) verletzt gefehlt hatten. Dem Duo, das künftig gemeinsam für den deutschen Meister Thüringer HC auf Torejagd geht, gehört die Zukunft in der DHB-Auswahl.

Bei der enttäuschenden Heim-WM, wo die DHB-Auswahl das Halbfinale deutlich verpasste und nur Neunter wurde, hatte Jahrhunderttalent Bölk wegen einer kurz zuvor erlittenen Fußverletzung kaum Akzente setzen können. Künftig soll die 20-Jährige aber zur prägenden Figur im deutschen Spiel werden. Ähnliches erhofft sich Groener von der 21 Jahre alten Stolle, die bei der WM nach ihrer Nachnominierung einen guten Eindruck hinterlassen hatte.

Auf Abschieds-Tour befindet sich dagegen Anna Loerper. Die 33 Jahre alte Rückraumspielerin wird noch dreimal für Deutschland spielen und ihre Auswahlkarriere am kommenden Mittwoch in München gegen Polen nach ihrem dann 240. Länderspiel beenden. „Zuvor wollen wir mit ihr das EM-Ticket lösen“, sagte Groener.

Wie viele ihrer Teamkolleginnen hatte Loerper eigentlich mit dem Gedanken gespielt, „dass die Heim-WM der Abschluss meiner Karriere sein könnte. Aber gerade bedingt durch den langfristigen Ausfall von Kim Naidzinavicius wollte ich der Mannschaft noch in der Qualifikation zur EM helfen. Dieses Ziel werden wir hoffentlich gemeinsam erreichen“, sagte Loerper. Für die Regisseurin vom Bundesligisten SG BBM Bietigheim wäre es der perfekte Abschluss ihrer Laufbahn, deren Krönung WM-Bronze 2007 war.

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