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Zwei Sonder-Staatsanwälte kämpfen gegen Clankriminalität

Im Duisburger Norden haben zwei „Vor-Ort“-Staatsanwälte mit ihrer Arbeit begonnen. Sie sollen beim Kampf gegen die Clankriminalität helfen. Ihr Augenmerk gilt 70 Großfamilien mit 2800 Mitgliedern.

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Duisburg

, 22.06.2018

Im Kampf gegen Clankriminalität im Duisburger Norden setzen die Behörden seit Mitte Juni auf zwei Sonder-Staatsanwälte in den Problem-Vierteln. Die „Staatsanwälte vor Ort“ sollen die mit Clanverbrechen befassten Behörden wie etwa Polizei, städtische Ämter, Zoll, Steuerfahndung oder Arbeitsagentur besser vernetzen. Jeweils einer der beiden sei regelmäßig anwesend und stehe als Ansprechpartner zur Verfügung, sagte am Freitag der Leiter der Staatsanwaltschaft Duisburg, Horst Bien.

Die Clankriminalität habe im Duisburger Norden Ausmaße angenommen, die eine Reaktion erforderten. In Duisburg gibt es nach seinen Worten rund 70 türkisch-, kurdisch und arabischstämmige Großfamilien, denen mehr als 2800 Personen zugerechnet würden. Diese seien nicht alle kriminell, aber es gelte, genau hinzuschauen, so Bien. Vor allem männliche Clanmitglieder würden strafrechtlich auffällig. „Häufig geht es um Körperverletzung, Raub, Erpressung und Betäubungsmittelkriminalität.“