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Prozess am Bochumer Landgericht

Zwei Angeklagte gestehen Überfall auf Juwelier Exner

BOCHUM/RECKLINGHAUSEN Drei Monate nach Prozessauftakt bröckelt die Mauer des Schweigens. Nach dem Überfall auf den Recklinghäuser Juwelier Exner gab es am Montag erste Geständnisse. Ein Zeuge hatte den Überfall Anfang Juni gefilmt.

Zwei Angeklagte gestehen Überfall auf Juwelier Exner

Fünf Angeklagte müssen sich für den Raubüberfall auf den Juwelier Exner in Recklinghausen vor Gericht verantworten. Zwei von ihnen haben am Montag Geständnisse angelegt.

Den Anfang machte ein 21-jähriger Serbe. „Ich habe auf schnelles Geld gehofft, weil ich in meiner Heimat verschuldet war“, ließ er seinen Verteidiger Martin Gentz erklären. „Das war fatal.“

Der 21-Jährige war bei dem Überfall vom 1. Juni 2017 laut Anklage als erster in das Juweliergeschäft gestürmt – mit einer Waffe und Pfefferspray. Weit kamen die Täter damals allerdings nicht. Die Polizei hatte einige der Angeklagten bereits beschattet und war deshalb sofort vor Ort.

Der Überfall in Recklinghausen scheint tatsächlich nicht die einzige Tat gewesen zu sein, in die der 21-Jährige verwickelt gewesen ist. In seiner Erklärung von Montag hieß es, dass ihn nach dem Urteil ein weiteres Verfahren in Österreich erwarte. Dort hatten ursprünglich auch die Ermittlungen begonnen.

Kalte Füße in letzter Sekunde?

Ein weiterer der fünf Angeklagten behauptet, dass er in letzter Sekunde kalte Füße bekommen und deshalb einen Rückzieher gemacht habe. Statt mit ins Geschäft zu stürmen, habe er nur noch den Fluchtwagen abgestellt. „Die Fußgängerzone war viel zu gut besucht“, ließ er seine Verteidigerin Stefanie Kürpick vortragen. „Mir sind Zweifel gekommen. Das fühlte sich alles nicht mehr richtig an.“

Spektakuläres Video des Überfalls im Netz

Der Überfall hatte damals auch im Internet für Furore gesorgt. Er war von einem Mitarbeiter eines anderen Geschäftes mit dem Handy gefilmt worden.

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