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Zverev überragt in München - Finalsieg gegen Kohlschreiber

München. Alexander Zverev hat in München seinen Finalsieg von 2017 wiederholt und Davis-Cup-Teamkollege Philipp Kohlschreiber in einem tollen Endspiel um den Siegrekord gebracht. Der Hamburger kann nun mit viel Schwung zu den wichtigsten Tennis-Sandplatz-Events reisen.

Zverev überragt in München - Finalsieg gegen Kohlschreiber

Alexander Zverev setzte sich im Finale in München durch. Foto: Angelika Warmuth

Auf der kleinen Siegerrunde in bayerischer Lederhose und schickem neuen Sportwagen ließ es Alexander Zverev ruhig angehen - mit dem Tennisschläger aber war der Jungstar beim ATP-Turnier in München einmal mehr nicht zu bremsen.

Dank eines 6:3, 6:3 im Finale über Philipp Kohlschreiber sicherte sich der Hamburger wie schon 2017 den Titel bei den BMW Open und kann voll Selbstbewusstsein in die wichtigsten Sandplatzevents in Madrid, Rom und die French Open in Paris gehen. „Vielen Dank, dass du mich mal hast gewinnen lassen“, scherzte der 21-Jährige in Richtung seines Davis-Cup-Teamkollegen.

Der Hamburger verteidigte den Titel im deutschen Traumfinale und steht nun bei sieben Turniererfolgen. Kohlschreiber dagegen verpasste im sechsten Endspiel den vierten Erfolg bei den BMW Open und damit den alleinigen Rekord am Aumeisterweg. „Sascha war heute einfach besser und ein toller Champion“, lobte Kohlschreiber und flachste: „Er hat hier zum zweiten Mal gewonnen - ich hoffe, jetzt reichts.“

Die zwei besten deutschen Profis hatten sich mit souveränen Siegen in das Endspiel vorgekämpft und im Generationenduell nicht enttäuscht - auch wenn das Match nach 71 Minuten und zwei Sätzen vorbei war. „Ich hätte auch gern einen dritten gesehen, aber Sascha war zu gut“, räumte Kohlschreiber ein, der sich mit gut 45 000 Euro Preisgeld und wichtigen Punkten für die Weltrangliste trösten konnte. „Es gab zwei, drei Momente, wo ich Siegerluft schnuppern konnte, aber dann ist er immer wieder zurückgekommen und hat das routiniert runtergespielt.“

Die Hauptrolle gehörte Zverev, der seinem 13 Jahre älteren Rivalen aus Augsburg nichts schenkte, sondern vielmehr gleich vier Aufschläge abnahm. Nach der Siegerehrung durfte der Weltranglistendritte noch auf dem Platz in die inzwischen traditionelle Lederhose schlüpfen und mit einem Sportwagen als Sonderpreis eine kleine Runde drehen. „Heute habe ich alle Bälle gut im Schläger gehabt. Aber das muss man auch gegen Philipp, der hier unglaublich spielt“, sagte Zverev, der ankündigte, auch 2019 einer Einladung zu den BMW Open folgen zu wollen. Er wünscht sich auch, einmal in München Davis Cup zu spielen.

Die rund 4000 Zuschauer auf dem ausverkauften Centre Court hatten bei frühsommerlich warmen Bedingungen begeisternden Sport, atemberaubende Ballwechsel und „Werbung für Tennis“ gesehen, wie Kohlschreiber angekündigt hatte. Ein Happy End für den Routinier gab es nicht, aber viel Lob von Zverev: „Du bist einer der besten Spieler, die je hier gespielt haben.“ Der 34 Jahre alte Augsburger hofft nun, durch seine vier Erfolge in dieser Woche bei den French Open gesetzt zu sein.

Im Halbfinale hatte Kohlschreiber seinem Trainingskumpel Maximilian Marterer aus Nürnberg beim 6:2, 6:4 keine Chance gelassen. Zverev schlug den Südkoreaner Hyeon Chung am Samstag mit 7:5 und 6:2. „Ich habe mich von Match zu Match gesteigert“, sagte der Turnierchampion, für den es noch am Sonntagabend weiter ging nach Madrid.

Dort steht in der neuen Woche das Masters an. Danach folgt das Masters in Rom, wo Zverev Titelverteidiger ist, und anschließend die French Open, bei denen der Hamburger erstmals in seiner Karriere in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers einziehen will.

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