Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Wild-West am Niederrhein? Bahnschranke mit Flex beseitigt

Alpen. Die Bahnschranke muss wieder weg, meinten Anwohner am Niederrhein. Als sie dann plötzlich weg war, rieb sich die Deutsche Bahn verwundert die Augen. Die Anwohner sehen sich im Recht.

Wild-West am Niederrhein? Bahnschranke mit Flex beseitigt

Ein Zug passiert einen Bahnübergang, an dem zuvor die Umlaufschranke entfernt wurde. Foto: Arnulf Stoffel/aktuell

Das klingt nach „Wilder Westen“ am Niederrhein: Anwohner haben an einem Bahnübergang in Alpen auf eigene Faust eine sogenannte Umlaufschranke entfernt. Alles habe seine Richtigkeit, sagte der 75-jährige Sprecher der siebenköpfigen Truppe, Helmut Nepicks, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Das könne er durch den Mailverkehr mit der Bahn belegen.

Die Bahn prüft nach eigenen Angaben, ob die Beseitigung der Schranke, die den Autoverkehr stoppte und nur von Fußgängern und Radfahrern passiert werden konnte, ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr war. „Es kann doch nicht jeder Bürger, der hört, es solle sich was ändern, selbst zur Tat schreiten“, sagte ein Bahnsprecher. Die Rheinische Post hatte zuerst berichtet.

Die Schranke war vor Monaten nach dem tödlichen Unfall eines Jungen aufgestellt worden - zum Unmut der Anwohner, die danach Umwege fahren mussten. Bei einem Termin der Gemeinde mit dem Eisenbahnbundesamt zeichnete sich dann ab, dass die Sicherung weg könne. Angeblich soll bei dem Termin in Beisein von Anwohnern der Satz gefallen sein: „Wir flexen die Dinger heute noch weg.“ Erzählte ein Gemeindevertreter.

Sieben Anwohner schritten nach eigenen Angaben zur Tat: Sie trugen mit dem Traktor die Böschung ab, besorgten beim Bauhof das alte Tempo-10-Begrenzungsschild, flexten drei Pfähle der Schranke ab, „die anderen habe ich mit einem Schlupp und dem Trecker rausgezogen“, erzählte Landwirt Nepicks.

Die Bahn will das aber nicht auf sich sitzen lassen: Sie wollte den Übergang mit Bauzäunen am Dienstag wieder zumachen - bis zum geregelten Ablauf des Verfahrens.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Düsseldorf. Diese Theatermacher arbeiten unter besonders schweren Bedingungen: In der freien Kulturszene gibt es keine Gewissheiten, und der Kampf um Zuschüsse gehört schon automatisch zum Programm. Jetzt öffnet das Land den Geldbeutel - es gibt erstmals seit langem eine Erhöhung.mehr...

Kamen. Christian Leye bleibt an der Spitze der Linken in Nordrhein-Westfalen. Der Landessprecher ist bei einem Parteitag in Kamen mit 72 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden, wie der Landesverband am Sonntagabend mitteilte. Neue Landessprecherin ist Inge Höger. Für die frühere Bundestagsabgeordnete hätten 51 Prozent der Delegierten gestimmt. Sie tritt die Nachfolge von Özlem Demirel an, die laut Parteiangaben aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. Als Landesgeschäftsführer wurde Sascha H. Wagner wiedergewählt. Die Linke in NRW zählt nach eigenen Angaben aktuell mehr als 8000 Mitglieder - 1500 mehr als 2014.mehr...

Duisburg. Ein psychisch kranker Gleisläufer hat in Duisburg über einen Zeitraum von sechs Stunden immer wieder den Bahnverkehr lahmgelegt. Der 21-Jährige sei mehrfach auf den Gleisen aufgetaucht und habe dadurch Streckensperrungen ausgelöst, berichtete die Bundespolizei am Sonntag.mehr...