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Wiesnwirte kämpfen gegen Wucher bei Reservierungs-Verkäufen

München. Die Münchner Wiesnwirte wollen verschärft gegen den Wucher beim Weiterverkauf von Tischreservierungen einschreiten.

Wiesnwirte kämpfen gegen Wucher bei Reservierungs-Verkäufen

Besucher feiern in einem Festzelt auf dem Oktoberfest. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Wirtesprecher Peter Inselkammer und sein Stellvertreter Christian Schottenhamel wollen Händlern das Handwerk legen, die im Internet Wiesn-Tische für teils weit über 1000 Euro anbieten.

Wer von einem Wirt beim Weiterverkauf erwischt wird, soll nach den Worten der beiden Sprecher künftig auch von keinem anderen Wirt mehr eine Reservierung bekommen. Dazu wollen die Wirte eine Schwarze Liste führen.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen legen fest, dass bei einem Weiterverkauf der Anspruch auf den Tisch verfällt. Wer eine Reservierung im Internet kaufe, laufe Gefahr, viel Geld zu zahlen und auf dem Oktoberfest trotzdem keinen Platz zu haben, warnt Inselkammer. Bei den Wirten muss für eine Reservierung ein Verzehrgutschein für rund 40 Euro gekauft werden, in den gehobenen Zelten auch mal 80 Euro. Im Internet wird ein Tisch für acht Gäste mit bis zu 2000 Euro gehandelt, manchmal sogar ohne Gutschein.

Die beiden neuen Wirtesprecher wollen im engen Schulterschluss als Doppelspitze auftreten. Nur in einem Punkt haben sie eine sehr kontroverse Meinung: Für Inselkammer sind der erste und zweite Wiesntag mit dem Einzug der Wirte und dem Trachtenumzug am schönsten - Schottenhamel ist ein Fan des letzten Tages: „Da ist alles gelaufen, es ist nichts passiert: Der letzte Tag ist der schönste.“

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