Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Wie Trotzanfälle nicht eskalieren

Fürth. Im Kleinkindalter beginnt bei Kindern die Trotzphase. So kann es jederzeit passieren, dass die Kleinen ohne ersichtlichen Anlass einen Wutanfall bekommen. Am besten reagieren Eltern, indem sie das Kind aus der Situation herausholen.

Wie Trotzanfälle nicht eskalieren

Je mehr Menschen drumherum, desto eher nutzen Kinder in der Trotzphase die Situation als Bühne für Aufmerksamkeit. Foto: Monika Skolimowska

Es hätte so schön sein können: der gemütliche Abend im Biergarten oder das Essen zu Hause mit der Familie. Wären da nicht die Kinder im besten Trotzphasenalter, die schreiend alles übertönen, über Tische und Bänke klettern oder sich theatralisch am Boden wälzen.

Was Eltern in so einer Situation oft nur bleibt: das Kind kurz aus der Situation herausnehmen. „Die Bühne der Aufmerksamkeit verlassen“, nennt es Isabelle Dulleck. Die Pädagogin arbeitet bei der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Praktisch gesprochen heißt das: Kind auf den Arm nehmen und aus dem Zimmer oder Restaurant gehen. Außerhalb der Situation haben Eltern die Chance, ruhig und auf Augenhöhe mit dem Trotzkopf zu sprechen. Eventuell ist das Kind durch die vielen Eindrücke auch nur überreizt und benötigt ein wenig Ruhe. Drohungen wie „Wir gehen, wen du dich nicht benimmst“ sind dagegen weniger hilfreich, weil sie selten in die Realität umgesetzt werden und die Eltern dadurch schnell unglaubwürdig wirken.

Allen deeskalierenden Strategien zum Trotz: Erwachsene sollten sich immer wieder vor Augen führen, dass kleinen Kindern zwischen zwei und vier Jahren nicht klar ist, was „benehmen“ bedeutet. „Lange auf das Essen zu warten oder still am Tisch zu sitzen, ist außerdem nicht der normale Lebensraum für kleine Kinder“, sagt Dulleck.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Frauen, Familie und Senioren

Wie stille Schüler sich behaupten

Fürth. Weder Klassenclown noch Schulsprecher: Manche Kinder sind still und fallen kaum auf. Eltern fragen sich dann häufig: Geht mein Sohn oder meine Tochter in der Klasse unter? Nicht zwangsläufig. Aber ein bisschen Zuspruch kann schüchternen Kindern nicht schaden.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Was Freie Alternativschulen anders machen

Huntlosen. Den ganzen Vormittag draußen spielen, Spielzeug ausprobieren und keine Hausaufgaben machen. Das klingt wie ein Kindertraum, freie Alternativschulen werben mit diesem Konzept. Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren lernen dort, was und wie sie wollen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Kleine Helfer erleichtern den Alltag

Düsseldorf. Wie schön wäre es, wenn einem einer morgens das Marmeladenglas öffnen und abends die Füße schrubben könnte. Personal braucht nicht unbedingt, wer solche Gedanken hat. Es gibt allerlei kleine Hilfsmittel, mit denen vieles leichter geht.mehr...