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Westfalenliga: Wer sorgt beim VfL für den "Hallo-Wach-Effekt"?

SCHWERTE Katerstimmung herrscht rund um den Schützenhof nach der 1:4-Pleite gegen Kornharpen. Durch die dritte Niederlage in Folge ist der VfL Schwerte auf Platz 13 abgerutscht. "Drei Spiele hintereinander, das ist eine kleine Negativ-Serie. Keine Frage", ist sich auch VfL-Trainer "Kiki" Kneuper bewusst. Er erwartet jetzt eine Reaktion von seinem Team.

von Von Jörg Krause

, 06.10.2008
Westfalenliga: Wer sorgt beim VfL für den "Hallo-Wach-Effekt"?

Bilder sagen mehr als Worte: Zwar traf David Flamme (li.) erstmals in dieser Saison, trotzdem reichte es nicht für den VfL.

"Erst, wenn es nicht so läuft, zeigt sich der Charakter einer Mannschaft", so Kneuper.

Nun hinkt der VfL nicht gnadenlos hinterher. Zwar spiele man immer auf Augenhöhe und das hohe Ergebnis trüge etwas. Selbst die gegnerischen Trainer bestätigten stets, dass die Spiele auch andersherum hätten ausgehen können. "Das kann ich schon nicht mehr hören", sagt Kneuper. Ihm wäre Zählbares natürlich lieber. Die Partie gegen Kornharpen habe aber auch deutlich gemacht, dass die Liga insgesamt zugelegt habe. Die Steigerung von Kornharpen im Vergleich zum Vorjahr ist dem Trainer nicht entgangen.

Fakt ist: "Diese Niederlage trifft uns am Nerv. Damit haben wir alle nicht gerechnet", gibt Kneuper zu. Doch was sind die Ursachen? Läuferisch könne er der Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber er vermisse "das absolute Hingehen, wo es weh tut". Außerdem fehle ein Stück weit Konzentration. Unverkennbar läuft auch der eine oder andere Spieler noch seiner Form aus dem Vorjahr hinterher. Die Cleverness fehlte Dass die Führung, nachdem David Flamme im siebten Spiel endlich sein erstes Tor erzielt hatte, praktisch im Gegenzug so leicht verspielt wurde, ärgert einen Trainer natürlich besonders - die mehrfach angesprochene fehlende Cleverness. "Das ist schon verwunderlich", meint Kneuper. Denn in der Vorbereitung hatte sich sein Team doch recht abgeklärt gezeigt. Momentan zeige sich eine allgemeine Verunsicherung.

Wie kommt der VfL nun aus dem Tief wieder heraus? "Ich hoffe, dass diese Niederlage der absolute Hallo-Wach-Effekt war", so Kneuper. Es gehe nur über Moral und Charakter. Jetzt komme man nur da heraus, wenn sich jeder auch körperlich zu 100 Prozent einbringe.Viel Arbeit vor der Brust

Außerdem baut Kneuper natürlich auf die Führungsqualitäten der erfahrenen Neuzugänge Björn Goeseke und Ayden Will. Dafür habe er sie schließlich geholt. Das Problem: Goeseke fiel zuletzt wegen Leistenproblemen aus. Will konnte überhaupt noch nicht spielen. Sein Debüt am Sonntag fiel aus. "Bei ihm bin ich das Risiko noch nicht eingegangen. Die Gefahr einer erneuten Verletzung war mir zu groß", so der Trainer.

Der VfL muss nun zweimal auswärts ran - zunächst beim SC Hassel, dann bei der TSG Sprochkövel. "Wie die Gegner heißen, ist derzeit egal", meint Kneuper. Der VfL hat viel Arbeit vor der Brust. Kneuper krempelt die Ärmel schon mal hoch.

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