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Millionenbetrug: Arzt geht nach Gerichtsurteil in Revision

Drei Jahre Haft für Arzt (64) aus Werne

Er hat Kreditgeber und Krankenkassen betrogen und wurde Anfang Mai zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Jetzt hat der 64-jährige Arzt aus Werne Revision eingelegt. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe.

Werne/Bochum

, 18.05.2018
Millionenbetrug: Arzt geht nach Gerichtsurteil in Revision

Der 64-jährige Arzt aus Werne hat Revision eingelegt. Das hat jetzt das Bochumer Landgericht bestätigt. © dpa

Die Betrugs- und Untreue-Serie eines Arztes aus Werne wird demnächst wohl auch den Bundesgerichtshof beschäftigen. Nach seiner Verurteilung zu drei Jahren und drei Monaten Haft hat der 64-Jährige Revision eingelegt. Das hat das Bochumer Landgericht bestätigt. Ob der Mediziner das Urteil tatsächlich nicht akzeptieren will oder einfach nur Zeit gewinnen möchte, ist unklar.

Fakt ist: Durch die Einlegung der Revision muss der 64-Jährige erst einmal nicht ins Gefängnis. Die Vollstreckung der Strafe wird so lange ausgesetzt, bis das Urteil rechtskräftig ist. Und das kann dauern. Erst wenn das schriftliche Urteil vorliegt, muss die Revision auch begründet werden. Dafür gibt es ein Zeitfenster von einem Monat.

Erst danach gehen die Akten zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe. Dort wird das Urteil aus Bochum dann auf Rechtsfehler überprüft. Die Revision kann natürlich auch jederzeit wieder zurückgenommen werden. Schließlich sind die Richter sogar noch sieben Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft geblieben.

Wie berichtet, hatte der Arzt aus Werne nach der Übernahme einer Bochumer Privatklinik immer wieder Klinik-Aufenthalte und Behandlungen abgerechnet, die es gar nicht gegeben hatte. Der Staatsanwalt hatte dem 64-Jährigen in diesem Zusammenhang vorgeworfen, das Vertrauen in das Funktionieren des ärztlichen Abrechnungswesens grob missbraucht zu haben.

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