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Genugtuung für die Horster Bürger

Landrat besucht Werne

Der Besuch des Landrats Michael Makiolla war Wasser auf die Mühlen der Horster Bürger. Diskutiert wurde aber nicht nur über alte Streitigkeiten, bei denen der Landrat den Horstern inzwischen Recht gibt. Auch Zukunftsprojekte kamen zur Sprache – darunter ein möglicher neuer Dorfplatz.

Werne

, 12.05.2018
Genugtuung für die Horster Bürger

Im Dorfgemeinschaftshaus empfingen die Horster Bürger die Abordnung des Kreises Unna. © Helga Felgenträger

Als Herbert Schulze Geiping im Februar das Bundesverdienstkreuz erhielt, versäumte er es nicht, den Landrat nach Horst einzuladen. Die umtriebige Gemeinde, die gerade 0,2 Prozent der Einwohnerzahl des Kreises ausmacht, habe Vieles auf die Beine gestellt.

Einen Tag vor Christi Himmelfahrt löste er die Einladung ein. Mit ihm Bürgermeister Lothar Christ, Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Kreistagsmitglied Wilhelm Jasperneite. Schulze Geiping führte sie durch das Dorf mit Besichtigung der Marienkirche, der Kita St. Marien einschließlich der Baustelle für die Kita-Erweiterung.

Genugtuung für die Horster Bürger

Rundgang durchs Dorf mit Landrat Michael Makiolla (3.v.l.) und Bürgermeister Lothar Christ (2.v.l.). © Helga Felgenträger

Dann zeigte er auf den Platz zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Kita. „Hier könnten wir uns einen neuen Dorfplatz vorstellen“, weihte Schulze Geiping, Vorsitzender des Vereins „Dorfgemeinschaftshaus Horst und Wessel“, die Verantwortlichen in seine nächsten Pläne ein. Sein Vorschlag stieß bei Bürgermeister Lothar Christ auf offene Ohren, er machte sogar Hoffnung auf Fördergelder aus dem Dorferneuerungsprogramm.

Ein Vorzeigedorf

Im Dorfgemeinschaftshaus erwarteten die Horster Bürger dann schließlich die Gäste und den Landrat, der offensichtlich durchweg einen positiven Eindruck von seinem ersten Besuch in der nordöstlichsten Gemeinde des Kreises gewonnen hat. „Die Horster Bürger sind genau auf dem richtigen Weg“, schilderte er die Sorgen der Kreisverwaltung. Im Kreis fehle es in den Dörfern an Orten der Begegnung. Horst sei für ihn daher ein positives Beispiel.

Der Ortsteil hatte einst nicht nur erfolgreich für den Erhalt seiner Kita und den Bau des Dorfgemeinschaftshauses gekämpft, er hatte in den 1990er-Jahren mit seiner Bürgerinitiative Düsbecke auch den Bau der Sondermülldeponie verhindert. „Im Nachhinein gebe ich den Horstern recht“, gestand der Landrat Jahrzehnte später ein und dankte ihnen mit einer spontanen Spende für ihr Engagement. Der Kreis sparte dadurch 90 Millionen Euro.

An den Rundgang schloss sich ein gemütliches Zusammensein im Dorfgemeinschaftshaus an, bei dem auch die gewünschte Ortsumgehung zur Sprache kam.