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Verdacht auf Blindgänger – wie geht es weiter?

Weltkriegs-Bomben an der Lippe in Werne

Entlang der Lippe liegen möglicherweise mehrere Weltkriegsbomben. Nach Bekanntwerden im Januar korrigiert die Bezirksregierung Arnsberg die Anzahl der Verdachtspunkte auf insgesamt neun. Frage ist nun, wie man in Werne mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg umgeht.

Werne

, 02.05.2018
Verdacht auf Blindgänger – wie geht es weiter?

Entlang der Lippe liegen möglicherweise mehrere Weltkriegsbomben. © Oskar Neubauer

Neun Verdachtsstellen auf Weltkriegsbomben gibt es laut Bezirksregierung Arnsberg entlang der Lippe in Werne. Im Januar war noch von zehn Verdachtspunkten die Rede.

Verdachtspunkte liegen in einem Naturschutzgebiet

Im Moment aber „passiert da gar nichts“, räumte Benjamin Hahn, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf Anfrage ein. Alle Verdachtsstellen liegen in einem Naturschutzgebiet. Wegen der Brutzeit bestätige sich frühestens im Herbst, ob es sich überhaupt um Blindgänger handelt.

Wie berichtet, hatte die Bezirksregierung Ende November an drei Stellen Sondierungsbohrungen vorgenommen. Und zumindest an diesen drei Stellen „können wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um Bomben handelt“, hatte Petra Jäger vom Ordnungsamt der Stadt Werne bereits im Januar mitgeteilt.

Planung für die Renaturierung der Lippe

Als Teil der Planung für die Lippe-Renaturierung waren im Vorfeld Luftbilder ausgewertet worden. Der schon jetzt sehr kurvenreiche Fluss soll zwischen Werner Wehr und Lünen-Beckinghausen auf insgesamt elf Fluss-Kilometern noch weiter entfesselt werden – es geht um den Hochwasserschutz und die Artenvielfalt. Ab 2021 will der Lippeverband mit einem ersten Bauabschnitt ab Werner Wehr starten.

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Weil es im Zuge der Renaturierung zu Erdbewegungen kommen kann, müssten Stadt und Bezirksregierung mindestens drei der Verdachtspunkte näher in Augenschein nehmen. In Richtung Lünen soll während der Baumaßnahme ein Lagerplatz für Material eingerichtet werden, der über eine Baustraße erschlossen wird.

Würde der Lippeverband darauf verzichten, stelle sich die Frage, ob man die anderen Verdachtspunkte überhaupt weiter untersucht. „Es wird bestimmt noch ein Jahr dauern, bis wir Näheres wissen“, so Werner Kneip vom Ordnungsamt.