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Über Icopal in Werne weht die Klimaschutzflagge

Klimaschutzflagge für Icopal in Werne

Im Anschluss an den Kreisverband des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) hat sich in diesem Jahr der Bitumen-Dachbahnenhersteller Icopal die Auszeichnung für den Klimaschutz verdient.

Werne

, 26.04.2018
Über Icopal in Werne weht die Klimaschutzflagge

Ludwig Holzbeck (l.) und der technische Direktor der Firma Icopal, Job van Loenen, hissen die Klimaschutzflagge. © Helga Felgenträger

Zum dritten Mal geht die Klimaschutzflagge der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 des Kreises Unna nach Werne. Nach der Biogas-Anlage der Familie Glitz-Ehringhausen und dem Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg erhielt am Donnerstag der Bitumen-Dachbahnenhersteller Icopal den Klimaschutzpreis. 2017 hatte der ADFC-Kreisverband (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) den Wanderpokal bekommen.

Über Icopal in Werne weht die Klimaschutzflagge

Die Firma Icopal erhält die Klimaschutzflagge der Landesarbeitsgemeinschaft Lokalen Agenda 21. © Helga Felgenträger

„Der Dachbahnenhersteller hat seinen Produktionsprozess optimiert und konnte damit deutlich an Energie einsparen“, erläutert Ludwig Holzbeck, Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis Unna, bei der Verleihung.

Die Energieeinsparung ist so hoch wie der Heizenergieverbrauch von 40 Einfamilienhäusern

Bei einer Jahresproduktion von ungefähr 2,5 Millionen Quadratmeter Dachbahnen beträgt die Energieeinsparung rund 800.000 Kilowattstunden.

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Bildergalerie

Icopal geht im Klimaschutz mit gutem Beispiel voran

26.04.2018
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Ludwig Holzbeck und Job van Loenen hissen die Klimaschutzflagge.© Foto: Helga Felgenträger
Ludwig Holzbeck und Job van Loenen hissen die Klimaschutzflagge.© Foto: Helga Felgenträger
Ludwig Holzbeck und Job van Loenen hissen die Klimaschutzflagge.© Foto: Helga Felgenträger
Gemeinsam präsentieren Vertreter der Firma Icopal und des Kreises Unna die Klimaschutzflagge.© Foto: Helga Felgenträger
Der technische Direktor Job van Loenen (l.) und Produktionsleiter Thomas Korytkowski (M.) erläutern die neue Mischanlage.© Foto Helga Felgenträger
Die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Holtrup würdigt den Einsatz der Firma Icopal im Klimaschutz.© Foto: Helga Felgenträger
Der zweite Vorsitzende des ADFC-Kreisverbandes, Andreas Abels, zeigt die Urkunde für die Klimaschutzflagge 2017.© Foto: Helga Felgenträger
Thomas Korytkowski stellt den Gästen die neue Mischanlage vor.© Foto: Helga Felgenträger
Thomas Korytkowski (r.) stellt den Gästen die neue Mischanlage vor.© Foto: Helga Felgenträger
Thomas Korytkowski (r.) stellt den Gästen die neue Mischanlage vor.© Foto: Helga Felgenträger
An die Verleihung mit dem Klimaschutzpreis schloss sich am Donnerstag ein Rundgang durch die Produktionsstätte an.© Foto: Helga Felgenträger
Für die Verleihung der Klimaschutzflagge unterbrachen die Icopal-Mitarbeiter ihre Schicht.© Foto: Helga Felgenträger
Über dem Firmengebäude der Firma Icopal weht jetzt die Klimaschutzflagge.© Foto: Helga Felgenträger
„Damit können etwa 40 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Heizenergie versorgt werden“, vergleicht Holzbeck. Genauso beeindruckend sei auch die Kohlendioxid-Einsparung. Sie läge ungefähr bei 232 Tonnen des klimaschädlichen Gases.

Mit dem Blähglasgranulat werden die Dachbahnen um einiges leichter

Die Optimierung erzielt Icopal mit der Anschaffung einer neuen Mischanlage. „Aufgrund einer verbesserten Bitumenmasse-Qualität produzieren wir weniger Ausschuss am Anfang und Ende eines Produktionsabschnittes“, erklärt Produktionsleiter Thomas Korytkowski. Das schone erheblich die natürlichen Ressourcen. Eine weitere Ressourcenschonung gelinge durch den Einsatz von neuartigen Rohstoffen. Anstatt Kalksteinmehl wird ein Blähglasgranulat beigemischt. Für die Dachdecker ein angenehmer Nebeneffekt: Die Dachbahn- Rolle ist um etwa 20 Prozent leichter.

Lange Tradition der Firma Icopal GmbH
  • 1876 machte sich Jens Villadsen, der Begründer von Icopal, als Zimmermeister selbstständig. Seine ersten Dächer dichtete er noch mit flüssigem Teer ab.
  • 1894 ließ er sich das Produkt „Dachpappenteer“ patentieren.
  • Bereits 1934 wurde für Icopal die erste echte Schweißbahn patentiert.
  • In den 1970er-Jahren brachte Icopal die Elastomerbitumen-Schweißbahnen auf den Markt.
  • Seit zwei Jahren ist das einst dänische Unternehmen Icopal in amerikanischer Hand.
  • Im April 2016 übernahm Standard Industries GAF, Nordamerikas größter Hersteller von Dachbaustoffen, das Werner Unternehmen.
  • Icopal gehört damit nun zur BMI Group (Braas, Monier und Icopal).