Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Beim Ausbau der Autobahn 1 bei Werne sorgen sich Anwohner um den Lärmschutz

Ausbau der Autobahn 1 sorgt für rege Diskussionen

Die A1 soll bis 2027 zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne auf sechs Spuren ausgebaut werden. Um über den Fortschritt der Pläne zu informieren und mögliche Einwände der Anwohner zu hören, lud der verantwortliche Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstagabend zur Veranstaltung „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ ins Haus Tingelhoff ein. Ein Thema sorgte besonders für Diskussionsstoff.

Werne

, 24.04.2018
Beim Ausbau der Autobahn 1 bei Werne sorgen sich Anwohner um den Lärmschutz

Streitthema A1-Ausbau: Neben Fragen zu den Themen Regenrückhaltebecken, Inanspruchnahme von Ackerflächen und dem Neubau von Brücken sorgte vor allem das Thema Lärmschutz für rege Diskussionen zwischen den etwa 50 anwesenden Anwohnern und den Verantwortlichen bei der Veranstaltung „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“. © Andrea Wellerdiek

Neben Fragen zu den Themen Regenrückhaltebecken, Inanspruchnahme von Ackerflächen und dem Neubau von Brücken sorgte vor allem das Thema Lärmschutz für rege Diskussionen zwischen den etwa 50 anwesenden Anwohnern und den Verantwortlichen bei der Veranstaltung „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“.

Auf sechs Spuren ausgebaut

Zunächst stellte Roland Krumm, Projektleiter für den A1-Ausbau bei der Niederlassung Münsterland des Landesbetriebs in Coesfeld, den Fortschritt der Ausbaupläne vor. Die Autobahn wird zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne auf sechs Spuren ausgebaut. Dies erfolgt symmetrisch um drei Meter auf beiden Seiten. Auf der Höhe Werne-Stockum hingegen wird aufgrund der vorhandenen Bebauung asymmetrisch geplant. Das heißt, die Fahrbahn soll 3,50 Meter Richtung Westen ausgebaut werden.

Darüber hinaus gibt es Änderungen an den Rastplätzen an der Strecke. Der Parkplatz „Overberger Busch“ wird demnach zurückgebaut. Die Rastplätze „Fuchs-Eggen“ und „An der Landwehr“ sollen um Pkw-Stellplätze erweitert werden. Der Parkplatz „An der Landwehr“ soll mit zwei acht Meter hohen Lärmschutzwänden ausgestattet werden. Sie wird allerdings nicht komplett geschlossen. Dazwischen liegt eine Lücke von 180 Metern, die nicht mit einer Wand geschützt ist. Direkt an der Autobahn soll der Lärm hingegen mit einer sechs Meter hohen Wand abgefangen werden.

Platzierung der Lärmschutzwand

Dieses Vorhaben können viele der Anwohner nicht nachvollziehen. „Wieso ist der Lärmschutz nicht durchgängig?“, fragte ein Teilnehmer. Der Lärmschutz sei durchgängig, erwiderte Roland Krumm. Nur würde die Lärmschutzwand bewusst direkt an der Autobahn errichtet und nicht hinter dem Rastplatz. Denn alles andere würde „schalltechnisch keinen Sinn machen“. Schließlich müsse die Wand auch direkt an der Lärmquelle, sprich an der Autobahn, liegen.

Das konnten einige der Anwohner nicht verstehen, hören sie doch auch viel Lärm ausgehend vom Parkplatz aus. Die betroffenen Anwohner äußerten ihre Bedenken und werden diese zum Planfeststellungsverfahren, das Straßen.NRW noch für dieses Jahr vorsieht, vorbringen. Der Ausbau des 10,4 Kilometer langen Abschnitts kostet 165 Millionen Euro.

Lesen Sie jetzt

Ausbau der A1

Schritt für Schritt zur besseren Autobahn

Bis 2027 soll Straßen NRW das Mammutprojekt A1-Ausbau zwischen Münster-Hiltrup und Kamener Kreuz vollständig umgesetzt haben. In Sachen Planung macht man beim Landesbetrieb weiter Fortschritte – hat aber Von Felix Püschner