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Landwirte zeigen sich mit der Getreideernte zufrieden

WERNE Ideale Wetterbedingungen für das Getreide sorgten in diesem Jahr für eine hohe Ernte und somit für zufriedene Gesichter bei den Bauern. Außerdem gaben Schädlinge in diesem Jahr keinen Anlass zur Sorge.

von Von Helga Felgenträger

, 06.10.2008
Landwirte zeigen sich mit der Getreideernte zufrieden

Von Krankheits- und Schädlingsbefall blieb das Getreide in diesem Sommer größtenteils verschont.

"In diesem Jahr hatten wir keinen Ärger mit Schädlingen", sagt Hubertus Rosendahl, Sprecher des landwirtschaftlkichen Ortsvereins Werne und erinnert an die Schneckenplage von 2006, die großen Schaden angerichtet hatte. Auch das Wetter spielte mit. "Es war nicht zu heiß und nicht zu trocken", bemerkte Rosendahl und sieht auch in der Aufhebung der Flächenstilllegungspflicht die Ursache für einen guten Ertrag.

Bis 2007 mussten die Landwirte zehn Prozent ihrer Ackerfläche stilllegen. Die Flächenstilllegung ist zwar für das Jahr 2008 ausgesetzt, nicht jedoch abgeschafft worden. "Zumindest in diesem Jahr durften die Felder daher wieder voll bewirtschaftet werden", so der Landwirt. Preissenkung kommt nicht beim Verbraucher an Damit ging der Ertrag zwar in die Höhe, doch der Preis für das Getreide fiel in den Keller. Im Vergleich: Für 100 Kilogramm Getreide erhielten die Bauern 2007 noch 18 Euro. "In diesem Jahr liegt der Preis bei 14 Euro", rechnet der Landwirt mit einer Preissenkung von bis zu 22 Prozent.   Das höre sich zwar für die Verbraucher gut an, meint der Sprecher des landwirtschaftlichen Ortsvereins. "Doch leider wird es bei dem Kunden nicht ankommen", so die Vermutung. Mit andern Worten: "Das Mehl wird zwar billiger, aber die Brötchen bleiben weiter teuer".Maisernte noch in vollem Gange

Die Maisernte läuft noch auf vollen Touren. Insbesondere der Maisanbau auf den leichten Sandböden profitierte von den rechtzeitigen und ausreichenden Niederschlägen, sodass sich die Pflanzen auf diesen Standorten gut entwickeln konnten, berichtete die Landwirtschaftskammer NRW. Von ertragsrelevantem Krankheits- und Schädlingsbefall blieben die Bestände verschont. Die Maisanbaufläche in NRW wurde 2008 gegenüber dem Vorjahr um 29 500 Hektar ausgedehnt und hat mit insgesamt fast 260 000 Hektar in Nordrhein-Westfalen einen historischen Höchststand erreicht, vermeldet die Kammer. In Werne liegt der Mais-Anteil gegenüber Getreide bei 25 Prozent, so Rosendahl. "Übrigens ist der Mais eine schöne Pflanze", bemerkt der Ökologe und spricht von einem extremen Sauerstoff-Spender. In der Relation setze Mais doppelt soviel Kohlendioxyd in Sauerstoff um wie Getreide.

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