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Kindheitsfreundin aus Werne kämpft um zweite Chance für My Vo Tra

Spendenaufruf um schwer erkrankte Frau

My Vo Tra, die in Werne aufgewachsen ist und nun in Hanoi lebt, ist schwer krank. Sie muss so schnell es geht, operiert werden. Doch weil sie keine deutsche Krankenversicherung mehr hat, muss sie 40.000 Euro selbst zahlen. Weil sie das Geld nicht hat, ruft ihre langjährige Freundin fremde Menschen um Hilfe. Mit Erfolg.

Werne

, 16.06.2018
Kindheitsfreundin aus Werne kämpft um zweite Chance für My Vo Tra

Xenia Vitriak hat einen Spendenaufruf im Internet initiiert, damit Geld für die Operation von My Vo Tra (l.) zusammenkommt. Die 27-Jährige hat einen Gehirntumor. © Xenia Vitriak

Eigentlich dachte sie, dass sie das Schlimmste überstanden hätte und wieder gesund werden würde. Eigentlich wollte sie sich jetzt wieder auf ihren Alltag mit Beruf und Mutter-Sein konzentrieren. Doch es kam alles anders. My Vo Tra, die in Werne aufgewachsen ist und nun in Hanoi lebt, ist erneut schwer erkrankt. Sie muss schnellstens operiert werden.

Niederschmetternde Diagnose

Doch weil sie keine deutsche Krankenversicherung hat, muss sie den Eingriff, der mindestens 40.000 Euro kostet, selbst bezahlen. Geld, das sie nicht hat. Deshalb hat ihre langjährige Freundin Xenia Vitriak nun einen Spendenaufruf im Internet gestartet.

Schon vor drei Monaten hatte die 27-jährige My Vo Tra unter starken Kopfschmerzen und einem Taubheitsgefühl in den Händen gelitten. Nachdem die Ärzte sie untersuchten, erhielt die junge Frau die niederschmetternde Diagnose: Gehirntumor. „Sie musste sofort operiert werden. Der Tumor war schon sechs Zentimeter groß“, erzählt Xenia Vitriak, Freundin von My Vo Tra.

Zu späte Nachuntersuchung

Den riskanten Eingriff hatte My Vo Tra, die einen kleinen Sohn hat, den Umständen entsprechend gut überstanden. „Sie hat aber lange Schmerzen gehabt und sich kraftlos gefühlt“, erzählt Xenia Vitriak. Nach etwa einem Monat kehrte wieder ihr Alltag ein, My Vo Tra ging wieder zur Arbeit. Erst dann erfolgte die Nachkontrolluntersuchung nach der Operation. Viel zu spät. Die Ärzte stellten erneut einen Tumor fest. Dieses Mal ist er leicht bösartig.

„Wir wissen nicht, ob der Tumor zuvor nicht richtig entfernt wurde oder ob der Tumor so schnell wieder gewachsen ist“, erzählt Xenia Vitriak. In Deutschland hätten die Ärzte My Vo Tra sicherlich viel früher, direkt nach der Operation, untersucht - davon ist Xenia Vitriak überzeugt.

Eingriff unter europäischen Standards

Nun steht fest: My Vo Tra muss erneut operiert werden, so schnell es geht. Dieses Mal möchte sie den Eingriff unter europäischen Standards durchführen lassen. Die Wahl fiel auf eine Berliner Klinik. Weil die junge Frau nicht über eine deutsche Krankenversicherung verfügt, muss sie die Operation selbst bezahlen.

Allein die Grundkosten der OP würden sich auf 40.000 Euro belaufen. Ihre langjährige Freundin Xenia Vitriak kam deshalb auf die Idee, Geld über die Spendenplattform „Go Fund Me“ zu sammeln.

„Die Nachrichten sind herzerwärmend“

Die Reaktion nach 14 Tagen ist überragend. „Die Nachrichten sind herzerwärmend und rührend. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Leute mitmachen, um einen fremden Menschen zu helfen“, sagt Xenia Vitriak. Mehr als 250 Personen haben bereits gut 16.500 Euro gespendet (Stand 15. Juni). Es soll noch mehr werden, damit die Operation bald stattfinden kann.

Kindheitsfreundin aus Werne kämpft um zweite Chance für My Vo Tra

My Vo Tra ist in Werne aufgewachsen. Nun lebt sie in Hanoi und hat einen kleinen Sohn. © Xenia Vitriak

Bis vor einigen Tagen habe sich ihre Freundin noch gut gefühlt, nun sei sie aber schneller schlapp. „Der Tumor wächst und drückt auf die Hirnareale“, sagt Xenia Vitriak, die My Vo Tra seit der Schulzeit in Werne kennt.

Spendenaufruf bei "Go Fund Me"