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Junge aus Werne schwenkt Fahne beim WM-Eröffnungsspiel

Max von Bohlen bei der Fußball-WM in Russland

Spannender Auftritt für Max von Bohlen: Der 12-Jährige aus Werne darf bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM heute die deutsche Fahne schwenken. Es ist der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche.

Werne

, 14.06.2018
Junge aus Werne schwenkt Fahne beim WM-Eröffnungsspiel

Max von Bohlen in der Halbzeit des Eröffnungsspiels. © Von Bohlen

Wenn sie kommen, werden die Straßen gesperrt und die Ampeln schalten auf Grün. Mit einer Polizei-Eskorte werden 30 Busse durch Moskau begleitet. In den Bussen sitzen zwölfjährige Mädchen und Jungen, die eine ganz besondere Woche in Moskau erleben. Sie sind die Auserwählten des Projekts „Football for Friendship“, das der Fußball-Weltverband Fifa mit Sponsor Gazprom veranstaltet.

Im Stadion die Fahne schwenken

Mittendrin ist auch Max von Bohlen. Der U12-Fußballer des FC Schalke 04 erlebt heute seinen Höhepunkt einer spannenden Woche. Der Junge aus Werne wird die Eröffnungsfeier im Luhzniki-Stadion in Moskau erleben. Dabei schwenkt er eine große deutsche Fahne von der Tribüne aus.

Neben Max steht sein S04-Teamkollege Gabriel Sadlek. Die beiden kleinen Knappen sind die einzigen deutschen Teilnehmer des Projekts „Football for Friendship“. Aus jedem der insgesamt 211 teilnehmenden Länder wurden jeweils zwei Kinder nominiert. Max von Bohlen wurde von seinem Schalker Trainer am Rande eines Turniers in Spanien auf das Projekt angesprochen. Der Torhüter sagte gleich zu.

Werte des Fußballs

Auch seine Schule, das Anne-Frank-Gymnasium in Werne, stellte ihn für die Woche frei. „Das war kein Problem. Es ist ja auch toll, wenn die Kinder solche Erfahrungen machen können“, sagt die Mutter Magdalena von Bohlen. Für Max und die anderen Kinder ist es eine unvergessliche Woche.

In vier Trainingseinheiten bereiten sie sich auf ihr eigenes Turnier vor- alles unter den Werten, die der Fußball vermittelt: Respekt, Gleichheit, Teamfähigkeit und Fairness. „Max hat schon einige Freundschaften geschlossen. Es gefällt ihm sehr gut“, erzählt Mutter Magdalena. Ihr Sohn sei natürlich sehr stolz und nehme sicherlich viel von dieser Zeit mit.

Echte WM-Luft

Auch als Kapitän seiner Turniermannschaft, die sich aus Spielern aus Guatemala, Kanada, Nicaragua, Slowenien und Belize zusammensetzte, sammelt er wichtige Erfahrungen. Neben dem Training besuchten die Kinder, die sich stets auf Englisch verständigten, auch das Aquarium „Moskvarium“.

Und heute erleben sie dann echte WM-Luft, wenn sie bei der Eröffnungsfeier und zum Spiel Russland gegen Saudi-Arabien im Stadion sind. Direkt nach dem Frühstück ging es um 9 Uhr in Bussen zum Stadion - selbstverständlich wieder mit einer Polizei-Eskorte.

„Eine absolut lehrreiche Woche“

Seitdem verfolgten die insgesamt 422 Mädchen und Jungen die Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier. Auch das erste Spiel der Weltmeisterschaft, Russland gegen Saudi-Arabien, durften die Kinder aus nächster Nähe sehen. Nicht weit entfernt saßen die Begleiter der Kinder. Auch Marcus von Bohlen, der Vater von Max, war mit dabei.

„Das war eine unglaubliche Organisation der Veranstalter. Es war eine absolut lehrreiche Woche“, sagt er. Währenddessen zeigte sich Sohn Max, der ein volles Programm hatte, flügge. „Heute hat er sich zwischendurch mit dem Handy gemeldet.

Junge aus Werne schwenkt Fahne beim WM-Eröffnungsspiel

Max von Bohlen (lange Sporthose) war bei dem Fußballturnier mit insgesamt 32 Mannschaften der Kapitän seines Teams. © Von Bohlen

Dann hat er erzählt, was er gerade macht: ‚Wir müssen jetzt warten‘ oder ‚Es gibt Kartoffelpüree‘ hieß es dann zum Beispiel“, erzählt Marcus von Bohlen am Donnerstag. Max, der die deutsche Fahne schwenken durfte, nahm seinen Auftritt ganz locker. Für die beiden Werner geht es am Freitag mit vielen Eindrücken im Gepäck zurück nach Deutschland.

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