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Im Streit um Erdgas-Pipeline mit RWE Lösung in Sicht

WERNE Heiße Diskussionen gab es bereits um die geplante Erdgas-Pipeline. Doch nun kommt ein wenig Beruhigung in die Sache, nachdem klar wurde, dass die 300 m breiten Streifen lediglich den Bereich für ökologische Untersuchungen kennzeichnen.

von Von Rudolf Zicke

, 07.10.2008

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird - so lautet ein bekanntes Sprichwort, das offensichtlich auch auf die Diskussion um die vom Energieriesen RWE geplante Erdgas-Pipeline durch Werne zutrifft. Wie berichtet hatte der Rat der Stadt eine Resolution gegen die Trasse der "Mitteleuropäischen Transversale Sayda-Werne-Eynatten" verabschiedet, da sie vor allem zwischen der Lippe und der Horster Straße die wirtschaftliche Entwicklung mehrerer landwirtschaftlicher Unternehmen gefährde.

Weiter nordwestlich sahen sich einige Gewerbebetriebe wie z.B. das Recyclingunternehmen RCS und der Dachpappenhersteller Icopal bedroht. Die Befürchtungen resultierten aus einer Karte, in der neben der eigentlichen Erdgasleitung breite Streifen eingezeichnet sind, die in der Tat über einige Betriebsgelände führen.  "Die jeweils 300 Meter breiten Streifen beidseitig der Pipeline kennzeichnen aber nur den Bereich für die ökologischen Untersuchungen, die für die Planung durchgeführt werden müssen", erläutert Stadtplaner Ralf Bülte.  

Der eigentliche Arbeitsbereich für die Verlegung der Trasse sei lediglich etwa zehn Meter breit. Deshalb sehe z.B. die Landwirtschaftskammer keine gravierenden Probleme und habe auf Einwände gegen die Trasse verzichtet. Auch der Vorwurf gegenüber RWE, die Trasse sei aus rein ökonomischen Gründen zu Lasten der Stadt festgelegt worden, scheint sich relativiert zu haben: Fünf von sechs dicken Ordnern Planungsunterlagen befassen sich mit den Einflüssen der Pipeline auf die Umwelt. "Da hat sich RWE schon einige Mühe gegeben", meint Bülte.

Nichtsdestotrotz gibt es in einigen Punkten der Trassenführung noch Optimierungsbedarf. Um hierfür die Chancen auszuloten, ist für den 14. Oktober im Stadthaus ein Gespräch mit RWE geplant; eine Woche später wird ein Vertreter des Energieversorgers in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses die Pläne erläutern. "Ich glaube, dass wir eine für beide Seiten vernünftige Lösung finden werden", ist Ralf Bülte optimistisch.

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